Bioware ist gesucht / Risse im Kreis Olpe / Vorwürfe gegen Westfleisch / Gemeinsam gegen Krebs

Shownotes

Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 18/2026. Die Themen:

  • Verarbeiter und Vermarkter suchen regionale Biorohware
  • Kreis Olpe: Mahnfeuer nach Rissen
  • Westfleisch: „Wir stehen für unsere Leute ein“
  • Alle gemeinsam – aktiv gegen Krebs!

verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.

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00:00:00: Ihr hört Landwirtschaft in NRW, eure wöchentliche Dosis Agrarwissen.

00:00:05: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist verfasst von Wochenblatt Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

00:00:17: diese Woche geht es um Bio-Roware.

00:00:19: Übergriffe auf Schafe und Arbeitskräfte aus Drittstaaten bei Westfleisch.

00:00:23: viele Infos starten wir.

00:00:26: Bei Bio-Lebensmitteln gibt es derzeit eine besondere Situation.

00:00:30: In mehreren Produktsegmenten übersteigt die Nachfrage das Angebot.

00:00:34: Für landwirtschaftliche Betriebe kann das je nach Betriebssituation interessant sein, sagt Berater Thomas Ingelsand von Bioland NRW im Gespräch mit meinem Kollegen Martin Borgmann.

00:00:44: Die Umstellung bietet aktuell für viele Betrieber gute Perspektiven.

00:00:47: Das gilt nach Einschätzung von Ingelsund vor allem für tierische Produkte.

00:00:51: Der Bedarf an Biomilch steigt.

00:00:54: Regionale Bio-Eier sind nicht ausreichend verfügbar und auch in der Fleischproduktion ist der Markt stabil, Betriebe für die Rindermast und Geflügelhaltung sind gesucht.

00:01:03: Im Pflanzenbau sei die Situation etwas differenzierter, aber grundsätzlich auch positiv.

00:01:08: So gewinnt der Anbau von Speisesoya an Bedeutung und bei flächenmäßig größeren Früchten wie Weizen, Tritikale, Gerste, Roggen, Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen und Mais sieht der Berater einen wachsenden Bedarf bei den Verarbeitern.

00:01:23: Ingesand macht gerade umstellungsinteressierten Betrieben klar Um im Bio-Segment wirtschaftlich erfolgreich zu sein, braucht es feste Abnahmevereinbarungen und bestenfalls langfristige Partnerschaften.

00:01:36: Ganz andere Gedanken schwirren gerade den Weidetierhaltern im Kreis Olpe durch den Kopf.

00:01:42: Mehrere Übergriffe auf Schafe – mehr als dreißig getötete Tiere versetzen sie in Angst und Schrecken!

00:01:49: Weil auf einer Wildkamera in Scheiderwald schrägstrich Wenden zwei Wölfe aufgetaucht sind, liegt der Verdacht nahe dass es Wolfsrisse sind.

00:01:57: Offiziell nachgewiesen ist das aber noch nicht.

00:01:59: Einer der betroffenen Schafhalter ist Julian Quast, er hat vergangene Woche sehr beeindruckend geschildert wie es ihm nach der Attacke auf seine achtzigköpfige Schafherde ging.

00:02:09: Überall lagen tote Schafe, sagte der thirty-sechjährige Nebenerwerbslandwirt.

00:02:15: Das macht etwas mit einem.

00:02:16: Es sind Tiere für die man Verantwortung trägt.

00:02:19: Nach so einem Angriff bleibt das Gefühl von Hilflosigkeit und permanente Unsicherheit.

00:02:24: Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes stellt dazu eine klare Forderung auf.

00:02:30: Nach der Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz ist jetzt die Landesregierung gefordert – wir brauchen möglichst schnell ein vernünftiges Wolfsmanagement!

00:02:39: Was auch fehl zu dem Pressetermin waren viele Medienvertreter erschienen, das öffentliche Interesse ist groß und bei einem Mahnfeuer am vergangenen Sonntag in Wänden nahmen rund dreihundert Personen teil, darunter auch viele interessierte Bürger.

00:02:54: Somit wächst der Druck auf die Politik, tragfähige Lösungen für den Umgang mit dem Wolf zu finden.

00:03:00: Druck dürfte es vergangene Woche auch beim Schlachtkonzern Westfleisch gegeben haben, denn nach Recherchen des ARD-Politikmagazins Monitor sollen Arbeitskräfte aus Drittstaaten teils sehr hohe Vermittlungsgebühren von bis zu fünfzehntausend Euro bezahlt haben um Jobs in der deutschen Fleischindustrie zu erhalten.

00:03:19: Betroffen seien vor allem junge Männer aus Ländern wie Indien und Vietnam – sie und ihre Familien hätten sich oft verschuldet!

00:03:26: Das Geld müssen die Beschäftigten dann über Jahre abarbeiten.

00:03:30: Dadurch können sie dem Monitor-Bericht zufolge in ausbeuterische Abhängigkeiten rutschen, die Arbeiter reisen mit Fachkräfte Visa ein.

00:03:38: Doch offenbar setzen deutsche Unternehmen sie nicht entsprechend ihrer Qualifikation ein – bezahlen Sie häufig sogar nur als Produktionshelfer!

00:03:45: Vermittlungsagenturen spielen laut Monitor eine zentrale Rolle.

00:03:49: Sie machen im Herkunftsland und in Deutschland Kasse mit der Anwerbung.

00:03:53: Westfleisch stand bei dem ARD Politikmagazin im besonderen Fokus.

00:03:58: Wir haben daher bei Personalvorstand Carsten Schruck nachgefasst.

00:04:02: Er sagt, den Vorwurf der Ausbeutung weisen wir für Westfleisch entschieden zurück.

00:04:07: Der Schlachtkonzern habe mit einer in Deutschland ansässigen Vermittlungsfirma temporär zusammengearbeitet.

00:04:12: In unseren Verträgen war ausdrücklich vereinbart dass keine weiteren Vermittungsgebühren vor Ort erhoben werden dürfen dass offenbar dennoch lokale, unseriöse Agenturen einbezogen wurden und Bewerberinnen und Be werbern teils fünfstellige Beträge bis zu fünfzehntausend Euro abverlangt haben.

00:04:29: Das widerspricht unserem Werteverständnis zutiefst – und wir verurteilen es ausdrücklich", sagt Schruck.

00:04:35: Aktuell würden zweihundertdreißig Menschen aus Vietnam und einhundertsechsundneunzig aus Indien bei Westfleisch arbeiten.

00:04:42: Das Unternehmen prüft wie viele Mitarbeiter in welchem Ausmaß betroffen sind.

00:04:47: In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und unserem externen Ombudsmann setzen wir kurzfristig ein finanzielles Unterstützungspaket auf.

00:04:55: Teilweise haben wir bereits gezahlt, wir wollen damit unmissverständlich signalisieren Wir wussten von diesen Gebühren nichts missbilligen sie und stehen als Arbeitgeber für unsere Leute ein.

00:05:06: Zum Abschluss blicken wir noch auf eine besondere Aktion und lassen dazu Josefine Büscher aus Ahaus sprechen.

00:05:12: An Big Challenge hat mich sofort diese familiäre Atmosphäre begeistert.

00:05:16: Ich liebe mein Rennrad und gehe auch gerne laufen, deshalb passt die Aktion für mich perfekt!

00:05:21: Sport und ein guter Zweck kommen hier zusammen.

00:05:24: Der Big Challenge, aktiv gegen Krebs.

00:05:26: EV ist ein von Landwirten gegründeter Verein der mit einem sozialen Sportevent spenden für die Krebsforschung sammelt.

00:05:32: bis heute haben sich mehr als zwei tausend zweihundert Radfahrer und Läufer beteiligt.

00:05:37: Seit Jahrzehnt kamen zwei Komma, zwei Millionen Euro zusammen.

00:05:41: Die nächste Big Challenge findet am zwanzigsten Juni-Zweitausendsechsundzwanzig statt.

00:05:46: Start und Zielpunkt ist der Hof Biedemann in Kevella Winnickendonk.

00:05:50: Die Teilnahme ist möglich als Radfahrer, als Läufer oder als Inline Skater alleine oder im Team?

00:05:57: Jeder Teilnehmer verpflichtet sich spenden oder Sponsorengelder von mindestens fünfhundert Euro einzusammeln.

00:06:03: für junge Teilnehmer sind es zweihundertfünfzig Euro!

00:06:06: Anmeldungen sind noch bis zum fünfzehnten Juni-Zweitausendsechsundzwanzig möglich unter https.

00:06:13: doppelpunkt schrägstrich schräggstrich bigchallenge bindestrichdeutschland.de.

00:06:18: Schreckstrich.

00:06:19: Josefine Büscher hat schon einen Plan.

00:06:21: wie im Vorjahr möchte ich wieder um fünf Uhr morgens mit ein zwei Laufrunden starten, um den Sonnenaufgang mitzunehmen.

00:06:27: das wird bestimmt wieder wunderschön.

00:06:30: Zum Schluss wichtige Themen.

00:06:31: kurz und knapp EEG Vergütung nur jährlich.

00:06:35: Betreiber von erneuerbare Energieanlagen haben keinen gesetzlichen Anspruch, die Vergütung monatlich zu erhalten.

00:06:41: Netzbetreiber müssen nur einmal pro Jahr zahlen, entschieden Richter in Karlsruhe.

00:06:46: Gebremster Windenergieausbau.

00:06:48: In NRW drehen sich aktuell drei tausend achthundertfünfzig Windenergianlagen und auch wenn in diesem Jahr noch welche hinzukommen blickt die Branche Verhalten in die Zukunft.

00:06:59: Lebändige Zäune Flächthecken schützen Felder fördern Artenvielfalt und brauchen wenig Rückschnitt.

00:07:05: Meine Kollegin Brigitte Lahmann hat sich von Profis erklären lassen, mit welchen Techniken sich die lebendigen Zäune bauen lassen.

00:07:12: Hofgebäude erfolgreich umnutzen.

00:07:14: was sie baurechtlich sowie steuerlich bei der Umnutzung von landwirtschaftlichen Gebäuden beachten müssen erläutern wir am morgigen Mittwoch, neunundzwanzigsten April um neunzehn Uhr im zweiten Teil unserer Webinarreihe.

00:07:26: melden Sie sich gerne noch kurzfristig an unter.

00:07:36: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW.

00:07:39: Herzlichen Dank fürs Zuhören!

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