Landwirtschaft in NRW KW 19-2026
Shownotes
Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 19/2026. Die Themen:
- Mehr Fördergeld für Sauenhalter
- ASP belastet Region
- Ackerstatus-Unsicherheit
- Kälber auf die Weide
verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.
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00:00:00: Ihr hört Landwirtschaft in NRW, eure wöchentliche Dosis Agrarwissen.
00:00:04: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist verfasst von Wochenblatt Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
00:00:16: diese Woche geht es um mehr Fördergeld für Sauenhalter die ASP im Sauerland und den Ackerstatus.
00:00:22: viele Infos starten.
00:00:23: wir Bundeslandwirtschaftsminister Alois Reiner besuchte vergangene Woche den Ferkelerzeuger Betrieb von Thomas Ostendorf in Ochtrup.
00:00:32: Dort bekam er die Existenzängste der Saunhalter hautnah und ungeschminkt zu spüren, besonders die Vorgaben rund um den Umbau von Deckzentren und Abferkelstellen sowie dem endenden Bundesprogramm Umbau-Nutztierhaltung BUT alarmieren die Landwirte.
00:00:49: Alois Rainer versicherte Ich kann Sie beruhigen, wir werden alles abfinanzieren.
00:00:53: Und ich habe auch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung dahingehend gestärkt – dass alle Anträge, die reingehen bis zum Ende des Jahres verbeschieden werden.
00:01:02: Hintergrund ist eine Aufstockung der Finanzmittel des BUT.
00:01:06: Erster hielt das Bundeslandwirtschaftsministerium zusätzliche seventy-fünf Millionen Euro für die Tierhaltungsförderung im kommenden Jahr.
00:01:15: Kurz später gab Finanzminister Lars Klingbeil Reiner die Zusage, weitere einhundert Millionen Euro für das BUT einplanen zu können.
00:01:23: WLV-Fizepräsident Michel Uckelmann nahm das wohlwollend zur Kenntnis – der WLv sei jedoch überzeugt?
00:01:30: Trotzdem wird es nicht reichen!
00:01:32: Nicht umsonst fordere eine Verbändeallianz ein weiteres Sonderprogramm zum Umbau der Saunhaltung.
00:01:37: Die Eckpunkte jährlich zweihundert Million Euro über insgesamt zehn Jahre.
00:01:42: Zum Abschluss zur Gastgeber und Sauenhalter Thomas Ostendorf ein positives Fazit.
00:01:47: Es gibt mir Hoffnung, dass wir wieder einen Bundeslandwirtschaftsminister haben der für uns einsteht, für uns kämpft und uns zuhört!
00:01:54: Das stimmt zuversichtlich – und ist womöglich auch bei der afrikanischen Schweinepest nötig.
00:01:59: Denn am langen Mai-Wochenende hat es im Sauerland einen positiven ASP-Fund außerhalb der Sperrzone II Aber innerhalb der Zone eins gegeben, ein Todaufgefundener Schwarzwild-Überläufer bei Netvin Grissenbach im Kreis Siegen-Wittgenstein etwa zehn Kilometer von anderen positiven Funden und rund fünf Kilometer vom hessischen Grenze entfernt.
00:02:21: Der Fund bestärkt die Diskussion welche Bekämpfungsstrategie am Erfolg versprechen ist.
00:02:26: Mein Kollege Heinz Georg Waldayer hat dazu auch mit NRWA-Gramministerin Silke Gorissen gesprochen.
00:02:32: sie sagt Das Land NRW verfolgt eine ganz klare Strategie nach dem Konzept Suchen, Zäunen, Räumen.
00:02:39: Gleichzeitig bittet sie aber um Geduld!
00:02:41: Ich befürchte dass wir bei der ASP im Sauerland noch nicht die Halbzeit erreicht haben doch die Geduld ist so langsam auf einer harte Probe gestellt.
00:02:51: Die Auflagen sind in den Alltag integriert.
00:02:53: was uns am meisten belastet sind die Abzüge am Schlachthof sagt Schweinemesterin Lisa Sternberg.
00:02:59: bis zu fünfzehn Euro bekommt sie pro Schwein weniger.
00:03:02: Hier muss sich dringend etwas ändern", fordert sie.
00:03:05: Die aktuelle Ausnahmesituation setzt der ganzen Region zu, verdeutlicht Dr.
00:03:09: Jürgen Fischbach Geschäftsführer Sauerland-Tourismus.
00:03:13: Die Nachfrage an Übernachtungen sei rückläufig – die Zahl an Wanderern und Ausflüglern sinkt!
00:03:19: Die Jägerschaft fordert dagegen eine noch stärkere Information der Bevölkerung.
00:03:23: Die Leute wissen gar nicht in welcher Zone sie unterwegs sind, lassen ihre Hunde lose laufen, kritisierte ein Jäger kürzlich auf einer Veranstaltung der Kreisjägerschaft HSK und des Landesjagdverbandes NRW.
00:03:35: Zu Diskussionen führen seit Monaten auch die geplanten Vereinfachungen zum Dauer Grünland bei der EU-Agrarförderung.
00:03:43: Unmittelbar vor dem Mai-Feiertag hat das Bundeslandwirtschaftsministerium nun klargestellt, alle Flächen die zum ersten Januar zwetausendsechsundzwanzig als Ackerland angegeben waren sollen dauerhaft Ackerland bleiben.
00:03:56: Auch Flächen im fünften Jahr zweitausendfünfundzwantzig sollen sich nicht mehr automatisch zu Dauergrünland verwandeln selbst wenn Landwirte sie fünf Jahre nicht gepflügt haben.
00:04:06: Die Umstellung soll nach Ministeriumsangaben automatischer folgen.
00:04:09: Das ist gut, kommt aber spät und ist obendrein nicht rechtssicher.
00:04:13: Denn die Gesetzestexte sind noch in der Abstimmung!
00:04:16: Für NRW-Landwirte kommt hinzu – selbst wenn es aus Berlin Klarheit gibt profitieren sie von der neuen Ackerstatusregelung zunächst nicht.
00:04:25: Das Landesnaturschutzgesetz bremst diese aus.
00:04:28: das soll sich ändern.
00:04:30: dazu will dass NRW Umweltministerium einen Gesetzentwurf in den Landtag einbringen vermutlich Anfang dieser Woche.
00:04:37: Branchenkenner gehen fest davon aus, dass Berlin und Düsseldorf die Ackerstatuserleichterung im Laufe des Jahres beschließen.
00:04:43: Aber in den politisch turbulenten Zeiten bleiben Zweifel.
00:04:46: Daher schreibe ich im Kommentar viele Landwirte auf Nummer sicher!
00:04:50: Sie pflügen Flächen, die in den Dauergrünland-Status rutschen könnten.
00:04:54: Ein Wahnsinn für die Betriebe weil es Geld, Zeit & Arbeit kostet – und für die Umwelt, weil es Kohlenstoff von Stickstoff freisetzt… Und alles nur, weil Verordnungen trotz reichlich Vorlauf nicht rechtzeitig in Kraft sind.
00:05:08: Bleiben wir auf dem Grünland und kommen zur Kälberweide!
00:05:11: Für ökologisch wirtschaftende Betriebe ist sie Pflicht, aber sie kann auch für konventionelle Betrieben ein spannendes Haltungssystem sein.
00:05:18: Anne Verhofen und Judith Straht-Brücker sagen, Kälbergweide fördert Tierwohl und Wachstum.
00:05:24: Bei guter Weideführung profitieren die Tiere von Bewegungen, frischem Futter und Licht.
00:05:29: doch die Beraterinnen der Landwirtschaftskammer NRW mahnen dass umstellung gelernt werden muss.
00:05:35: Deshalb sollten Landwirte die Kälber schrittweise an die Weide gewöhnen, zudem sind ein gutes Management der Parasiten eine ausreichende Zufütterung sowie Schutz vor Witterungen entscheidend für den Erfolg.
00:05:47: Zum Schluss wichtige Themen.
00:05:48: kurz und knapp – Meldung nur beim Auf- oder Abstocken.
00:05:52: Jährliche Änderungsanzeigen für die Grundsteuer sind für Tierhalter nötig wenn sie den Bestand deutlich auf- oder abstocken nicht aber bei natürlichen Schwankungen hat die Oberfinanzdirektion NRW gegenüber dem Wochenblatt klargestellt.
00:06:07: Regionaler Senf, Martin Riffelmann produziert Senf in seiner kleinen Manufaktur in Schmalenberg.
00:06:13: Doch die passende Saar zu finden ist gar nicht so leicht für ihn – bei Hofunfällen richtig handeln!
00:06:18: Meine Kollegin Gelinde Lütke-Hockenbeck hat einen ersten Hilfekurs für Landwirtschaft auf Haus Düsse begleitet und einige Tipps für ruhiges sowie richtiges Handeln bei Hofundfällen zusammengetragen.
00:06:29: Ohne Fluffeena zählt gegen Gräser.
00:06:32: Auf zwei Wochenblatt Feldrandgesprächen können Sie auf dem Acker mit unabhängigen Beratern, Industrievertretern sowie Praktikern über die Zukunft der Gräsa-Bekämpfung diskutieren.
00:06:41: Melden Sie sich jetzt kostenlos an www.wochenblattpunkt.com.
00:06:50: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW.
00:06:53: Herzlichen Dank fürs Zuhören!
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