Wüst lobt ländlichen Raum/Faires-Wohnen-Gesetz trifft Landwirte/Gegen die ASP wappnen/Waldstrategie kommt (zu) spät
Shownotes
Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 20/2026. Die Themen:
- Wüst lobt ländlichen Raum
- Faires-Wohnen-Gesetz trifft Landwirte
- Gegen die ASP wappnen
- Waldstrategie kommt (zu) spät
verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.
Transkript anzeigen
00:00:00: Gehört.
00:00:00: Landwirtschaft in NRW, eure wöchentliche Dosis Agrarwissen?
00:00:05: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist.
00:00:10: Verfasst von Wochenblatt-Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz!
00:00:16: Diese Woche geht es um den ländlichen Raum das Faires Wohnengesetz weitere ASP-Funde und die Waldstrategie.
00:00:23: viele Infos starten wir.
00:00:25: Nordrhein-Westfalen ist mehr als Großstadt und Industrie, über zwei Drittel der Landesfläche sind ländlicher Raum.
00:00:31: Und diese wollen wir als Zukunftsregion stark halten und weiterentwickeln", sagte der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst beim parlamentarischen Abend des Aktionsbündnis Ländlicher Raum.
00:00:43: Wüst verdeutlichte das der ländliche Raum zum einen Natur-, Erholungs- und Rückzugsraum ist, zum anderen aber auch ein zentraler ökonomischer Faktor – er ist Motor für Wachstum und Beschäftigung!
00:00:55: sagte der CDU-Politiker, das bringe Stabilität und Wertschöpfung.
00:00:59: Was dem Ministerpräsidenten ärgert – diese enormen Leistungen des ländlichen Raums seien noch nicht ausreichend honoriert?
00:01:06: Wir müssen auch bereit sein dafür zu zahlen, sagte Wüst.
00:01:10: Um den Einsatz der Menschen auf dem Land zu verdeutlichen brachte er ein Beispiel aus der Landwirtschaft.
00:01:15: Bei Tierhaltung ist nichts mit vier Tage Woche.
00:01:18: Damit der ländliche Raum attraktiv bleibt, braucht es Investitionen in die Infrastruktur, sagte Wüst und weniger Bürokratie.
00:01:25: Daher habe die Landesregierung das Modernisierungspaket auf den Weg gebracht.
00:01:31: Bleiben wir im Düsseldorfer Landtag?
00:01:33: Die Landesregierung hat den Entwurf des Faires Wohnengesetzes beschlossen.
00:01:38: Das Gesetz soll Wohnraum sichern und erhalten Bewohner schützen sowie missbräuchliche, zweckentfremdete oder ausbeuterische Überlassungsformen von Wohnraum in NRW verhindern.
00:01:48: Dabei geht es zum Beispiel darum Probleme rund um Schrottimmobilien in Großstädten oder rund um die Vermietung von privaten Wohnungen in den Griff zu bekommen.
00:01:57: Würde das Gesetz so in Kraft treten, wäre auch die Landwirtschaft betroffen.
00:02:01: Verdeutlicht Sonja Friedemann Leiterin der Rechtsabteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes WLV im Wochenblattinterview.
00:02:10: Nur ein Beispiel bringen Betriebe ihre Saisonkräfte in Wohnungen statt Wohncontainern unter Könnte sich die nötige Quadratmeteranzahl Wohnfläche pro Person von acht auf zehn Quadratmetern erhöhen.
00:02:22: Bei den Containern blieb es bei acht Quadratmeter.
00:02:26: Hier fehlt es an Klarstellungen, moniert Friedemann.
00:02:29: Auch in anderen Stellen im Gesetzentwurf vermisst die Juristin genaue Definitionen oder die Berücksichtigung der Besonderheiten der Landwirtschaft.
00:02:36: Daher fordert sie.
00:02:37: um nicht den Gesetzesentwurf an zahlreichen Stellen mit unterschiedlichen Ausnahmen zu überfrachten wäre es am zielführendsten die Landwirtschaft mit ihren Besonderheit aus dem Anwendungsbereich des Gesetzes auszunehmen.
00:02:49: Dazu ist der WLV im Gespräch mit dem Bauministerium.
00:02:54: Für reichlich Gesprächsstoff sorgt auch weiter die afrikanische Schweinepest ASP.
00:03:00: Am langen Mai Feiertagswochenende sowie in der vergangenen Woche gab es Funde von ASP-infizierten Wildschweinen, in der Region Netfehn-Grissenbach also außerhalb der Sperrzone II aber innerhalb der Spertzone I. Experten rechnen mit weiteren Funden in diesem Gebiet.
00:03:17: deshalb hat das Land NRW entschieden die Sperrzonen I und II zu erweitern.
00:03:22: Die aktuellen Fälle zeigen, wie unberechenbar sich die Tiersolche ausbreiten kann.
00:03:27: Das alarmiert auch die Schweinehalter in viel dichteren Regionen wie Steinfurt, Borken oder Coesfeld.
00:03:33: Denn falls dort die ASP ausbrechen würde, könnte der überwiegende Teil der Landwirte in einem Umkreis von mindestens fünfzehn Kilometer um den Ausbruch bzw.
00:03:43: Fundort auf unbestimmte Zeit keine Ferkel transportieren oder Schlachtschweine vermarkten.
00:03:49: Damit genau dieser Non-Schweinestaun nicht entsteht, gibt es zwei Möglichkeiten – verdeutlicht Dr.
00:03:54: Martina Poppe, Kreis-Veterinärdirektorin von SOEST.
00:03:59: Um ihre Schweine überhaupt verbringen zu können benötigen die Betriebe zwingend einen betriebsspezifischen vom Veterinäramt genehmigten Bio-Sicherheitsplan um als sogenannte Compliant Betrieb gelistet zu sein, noch besser sei aber die Teilnahme am ASP-Früherkennungsprogramm.
00:04:16: Das ist zwar an zusätzliche Bedingungen geknüpft – dafür könnten Landwirte aber nach zwölf Monaten auf die obligatorischen Verkaufsuntersuchung verzichten, die jedes Mal viel Geld kosten!
00:04:26: Weil bisher erst relativ wenige Landwirter einen dieser Status haben, appelliert die Veterinärin an die Landwirten sich mit dem Thema zu beschäftigen….
00:04:35: Gehen wir zum Abschluss in den Wald, gut acht Jahre nach dem Sturm Friederike und im Beginn der klimabedingten Waldschäden im darauffolgenden Sommer legt das Land NRW seine Waldstrategie fest.
00:04:46: Im Kern geht es darin um einen Dreiklang aus.
00:04:49: Stabilisierung Anpassung und Sicherung der Nutzung heißt konkret Erhalt und Ausbau der Waldfläche besonders in waldarmen Regionen Stärkung der Vitalität und Widerstandskraft der Wälder im Klimawandel Umbau zu klimaanpassungsfähigen Mischwäldern, Verbesserung der Biodiversität und ökologischen Qualität, Sicherung der wirtschaftlichen Grundlage der Forstbetriebe mehr Klimaschutz und bessere Wissensvermittlung in Praxis und Gesellschaft.
00:05:16: Mein Kollege Kevin Schlotmann meint die Verantwortlichen haben den dringenden Handlungsbedarf richtig erkannt denn die Wälder weisen einen überdurchschnittlich großen Pflegeaufwand auf.
00:05:26: heißt Aufforstungen voranbauten und Durchforstungen sind jetzt nötig und teilweise längst überfällig, um Struktur und letztlich Stabilität zu schaffen.
00:05:35: Allerdings kritisiert er im Kommentar was das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf als wegweisende Leitplanken präsentiert.
00:05:42: halten viele Waldbesitzer hingegen für kalten Kaffee oder anders führt so unkonkret wenig innovativ Völlig überladen, denn mit knapp einhundert Zielen und noch mehr Maßnahmen nimmt sich das Ministerium einiges vor.
00:05:56: Und setzt sich selbst unter Druck!
00:05:58: Das alles muss priorisiert und abgearbeitet werden damit die Strategie nicht zum Papiertiger wird.
00:06:05: Zum Schluss wichtige Infos kurz und knapp.
00:06:08: Neuer Agraris' Aufsichtsratsvorsitzender Philipp Schulze.
00:06:12: Esking aus Bilderbeck im Münsterland ist neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Agrarwies-Reifeisen AG.
00:06:18: Er folgt auf Franz Josef Holzenkamp, Einblick in die Schufer Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung – kurz SCHUFER hat ein neues Bewertungssystem.
00:06:28: Wir erläutern was dahinter steckt und welchen Einfluss es auf Privatpersonen sowie Landwirte haben kann.
00:06:33: Hornisse auf dem Vormarsch.
00:06:35: Die asiatische Hornisse breitet sich immer weiter aus, daher stärkt das Land NRW den Schutz der Honigbienen mit einem neuen Förderkonzept.
00:06:44: Ohne Flufen erzählt gegen Gräser?
00:06:46: Auf zwei Wochenblatt Feldrandgesprächen können Sie auf dem Acker mit unabhängigen Beratern, Industrievertretern sowie Praktikern über die Zukunft der Gräsa-Bekämpfung diskutieren.
00:06:57: Melden Sie sich jetzt kostenlos an unter www.wochenblattpunkt.com.
00:07:03: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW.
00:07:06: Herzlichen Dank fürs Zuhören!
Neuer Kommentar