Blühstreifen bilden Brücken / Vorsicht bei Erdmandelgras / Viele Sauenhalter bauen nicht um / „Hickhack“ um Olper Wolf

Shownotes

Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 27/2026. Die Themen:

  • Blühstreifen bilden Brücken
  • Vorsicht bei Erdmandelgras
  • Viele Sauenhalter bauen nicht um
  • „Hickhack“ um Olper Wolf

verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.

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00:00:00: Ihr hört Landwirtschaft in NRW, eure wöchentliche Dosis Agrarwissen.

00:00:04: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist verfasst von Wochenblatt-Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

00:00:15: Diese Woche geht es um Blühstreifen, Erdmandelgras, Saunhalter und den Olper Wolf.

00:00:21: Viele Infos starten wir.

00:00:23: Die erste Wintergerste ist gedroschen, viele andere Getreidefelder wechseln allmählich die Farbe.

00:00:28: Im Kreis Una geht es auf einigen Schlägen aber weiter bunt zu.

00:00:32: Blühstreifen aus Klatschmon, Kornblumen, Kamille und weiteren Arten setzen farbige Akzente!

00:00:38: Sie stammen aus dem Projekt Unsere Natur im Kreis Una.

00:00:42: Seit Mitte-Zweißen-Fünfundzwanzig arbeiten Landwirte Jäger und weitere Naturfreunde daran, die Artenvielfalt im Offenland zu stärken – mit Erfolg.

00:00:51: Statt der ursprünglich angepeilten zehn Hektar im ersten Jahr sind bereits Maßnahmen auf knapp fünfzig Hektare geplant bzw.

00:00:59: umgesetzt, beteiligt sind thirty-fünf Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe sowie neununddreißig Revierverpächter.

00:01:06: Ihr gemeinsames Ziel attraktive Lebensräume für Insekten, Feldvögel und Niederwild schaffen.

00:01:10: Praxisnähe und geringer bürokratische Aufwand sind aus Sicht vieler Teilnehmer die wesentlichen Erfolgsfaktoren.

00:01:16: Finanzielle Unterstützung für das Projekt kommt vom Kreis Una sowie der Volksbank Una, mit dem Geld kaufen die Projekteilnehmer beispielsweise das Saatgut.

00:01:27: Bleiben wir auf dem Acker wechseln aber zu einer echten Problempflanze!

00:01:31: Das Erdmandelgras verbreitet sich rasant und ist nur schwer zu stoppen – ein wesentlicher Faktor ist die Verschleppung von Feld zu Feld Da sich ein Großteil der Knöllchen in der oberen Bodenschicht befindet, werden verseuchte Erdreste an Transportern, Bau-, Land- und Erntemaschinen oder auch Schuhen leicht weitergetragen.

00:01:50: Auch die Übernahme belasteter Erde ist eine Eintrittspforte für die Knöllche.

00:01:55: Wissenschaftler warnen?

00:01:56: Ist die Art einmal im Feld etabliert?

00:01:58: Ist sie sehr schwer bekämpfbar und kaum zu kontrollieren?

00:02:01: Herbizide allein reichen nicht!

00:02:03: Vielmehr ist eine ausgeklügelte Bekämpfungsstrategie nötig.

00:02:07: Das Wochenblatt hat dazu schon mehrfach berichtet.

00:02:10: Meine Kollegin Rebecca Kopff hat zusammen mit meinem Kollegen Martin Borgmann in vielen Gesprächen festgestellt, die Tragweite des Problems ist vielen Landwirten noch wenig bewusst.

00:02:20: Denn es geht nicht nur um den Pflanzenbau sondern um Geld, Pachtverträge Dienstleistungen und Haftungen.

00:02:26: Sie haben deshalb mit Landwirte sowie Lohnunternehmern gesprochen wie sie die Herausforderung Erdmandelgras angehen Klare Botschaft, sensibel bleiben und viel miteinander sprechen.

00:02:37: Und sie haben einen Juristen vom Schweizer Bauernverband gefragt was bei Pachtverträgen zu beachten ist weil das Erdmandelgras dort schon länger für Ärger sorgt.

00:02:46: er sagt beim Pachtantritt sollten Pechter- und Verpächter in gefährdeten Gebieten zusammen mit einem fachkundigen Berater das Grundstück auf Befall überprüfen.

00:02:57: Wechseln wir in den Stall.

00:02:58: In Nordrhein-Westfalen haben nur siebenundsiebzig Prozent der Ferkelerzeuger ein Konzept bzw einen Bauantrag für die Anpassungen im Deckzentrum, beziehungsweise Abferkelbereich vorgelegt.

00:03:10: Sechs Prozent der Betriebe wollen nicht umbauen und werden bis zum Stichtag neunten Februar, zwei tausendneinundzwanzig die Produktion einstellen.

00:03:18: Weitere siebzehn Prozent haben kein Umbaukonzept eingereicht.

00:03:22: Für das Groh dieser Betriebe dürfte das in gut zweieinhalb Jahren ebenfalls das Ende der Ferkelerzeugung bedeuten.

00:03:27: Diese Zahlen präsentierte Dr.

00:03:29: Martin Berges, Staatssekretär im NRW Agrarministerium auf der Generalversammlung des Erzeugeringes Westfalen in Davensberg.

00:03:37: Mehrere Praktiker betonten dass Sie den teuren UmbAU ihrer Stelle ohne Fördermittel nicht stemmen können.

00:03:44: Dies zeigt auch die große Nachfrage nach dem Bundesförderprogramm zum Umbau der Tierhaltung, BUT.

00:03:51: Laut Dr.

00:03:51: Berges haben in NRW ein Hundertzwanzig Betriebe einen BUT-Fördeantrag gestellt.

00:03:57: Für das Ende augustauslaufende Bundesprogramm will NRW ab September ein AFP-Programm für Schweinehalter bieten allerdings mit einem geringeren Fördersatz von maximal fünfunddreißig Prozent.

00:04:09: Knackpunkt bleibt zudem die relativ niedrigen Einkommensgrenzen.

00:04:12: Wegen der guten Ferkelpreise der zurückliegenden Jahre, bleibt das AFP-Programm für viele Vollerwerbsbetriebe vorerst nicht erreichbar.

00:04:20: und die Ferkelerzeuger zu unterstützen fordert der Bauernverband ein Sonderprogrammsauenhaltung mit jährlich zweihundert Millionen Euro.

00:04:28: Das hat Joachim Ruckwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes auf dem Bauerntag vergangene Woche nochmals klar an Bundesagrar-Minister Alois Reiner adressiert.

00:04:38: Auch Hubertus Beeringmeyer, Präsident das westfälisch lippischen Landwirtschaftsverbandes machte in Freiburg auf die schwierige Situation der Schweinehalter aufmerksam – wir zahlen im Moment drauf!

00:04:48: sagte er.

00:04:49: Das gleichzeitig entlang der Wertschöpfungskette Geld verdient werde, sei für viele Erzeuger nur schwer nachvollziehbar.

00:04:57: Zum Abschluss blicken wir in den Kreis Olpe!

00:05:00: Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat die Abschussgenehmigung für den Wolf im Kreis Ole vorläufig gestoppt.

00:05:05: Jetzt muss sich das Oberverwaltungen Gericht in Münster damit befassen und mein Kollege Benedikt Schwenen kommentiert.

00:05:11: Für die Betroffenen ist das nicht nur unverständlich, sondern blanker Hohn.

00:05:15: Denn gleichzeitig werden von Vertretern des Landwirtschafts- und Umweltministeriums Sonntagsredengehalten – man habe doch die rechtlichen Grundlagen um problematische Wölfe schnell und unbürokratisch zu entnehmen!

00:05:26: Die Realität beweist das Gegenteil?

00:05:28: Sobald es ernst wird, versagt das System.

00:05:31: Übrig bleiben lähmende Verfahren, juristische Spitzfindigkeiten und mehr in den Herdenschutz investieren müssen.

00:05:45: Am Schluss wichtige Infos.

00:05:46: kurz und knapp, weitere BHV-Einsfälle.

00:05:49: im Kreis Kleve gibt es erneut einen Verdachtsfall einer Infektion mit dem bovinen Herpesvirus Typ I BHVI in einem Bestand nahe der niederländischen Grenze.

00:06:01: Milchkontrollverband West gestartet.

00:06:03: die erste Vertreterversammlung des MilchKontrollVerbandes West stand ganz im Zeichen des Neuanfangs nach der Verschmelzung der beiden Verbände Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Saar.

00:06:14: Erneuerbare Energieträger für LKWs, weil immer mehr Autos und auch Lkw mit erneuerbaren Energietägern fahren könnten Lade- und Tankmöglichkeiten mit Strom oder Biometharen ein Geschäftsmodell für einige Landwirte sein.

00:06:29: Bestes für die Party.

00:06:31: Mehr als sechzig Ideen für feste Picnic Brunch & Mitbringbuffet enthält das neue Wochenblatt Kochbuch.

00:06:48: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW.

00:06:51: Herzlichen Dank fürs Zuhören!

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