Schweinebranche überrascht / „Rote Gebiete“ polarisieren weiter / Landfrauen reden Tacheles / Erdbeer-Drive-in

Shownotes

Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 28/2026. Die Themen:

  • Schweinebranche überrascht
  • „Rote Gebiete“ polarisieren weiter
  • Landfrauen reden Tacheles
  • Erdbeer-Drive-in

verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.

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00:00:00: Ihr hört Landwirtschaft in NRW, eure wöchentliche Dosis Agrarwissen.

00:00:05: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist.

00:00:11: Verfasst von Wochenblatt Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz!

00:00:17: Diese Woche geht es um die Schweinebranche, rote Gebiete den Deutschen Landfrauentag und einen Erdbeerdrive-Innen.

00:00:24: Viele Infos starten wir.

00:00:26: Die Stimmung unter Schweinehaltern ist aktuell schlecht.

00:00:29: Bei Notierungen von ein Euro, fünfzig pro Kilogramm Schweinefleisch und weniger als vierzig Euro pro Ferkel schreiben alle rote Zahlen.

00:00:37: Hinzu kommt in den kommenden Monaten stehen noch herausfordernde Veränderung an wie etwa der Wechsel bei der Initiative Tierwohl vom Ferkelfonds mit festen Vergütungssätzen hin zu Tierwohlzuschlägen im Marktmodell.

00:00:50: das verunsichert zusätzlich.

00:00:52: Bisher hieß es immer, genau diesen Wechsel fordert das Bundeskartellamt.

00:00:56: doch nun stellen die Wettbewerbshüter klar.

00:00:58: Das BundeskArtellamt hat nie die Abschaffung des sogenannten Ferkelfonds der Initiative Tierwohl gefordert.

00:01:05: Das Kartellamt beurteilt offenbar die Finanzierungsinstrumente Tierwohlentgelt und Ferkelfonts völlig unterschiedlich.

00:01:11: Die Zahlungen des Lebensmitteleinzelhandels in den Ferkelfon seien freiwillig und ganz anders zu bewerten als ein einheitlicher Preisaufschlag bei Fleisch.

00:01:20: Das erklärt einen Kartellamtsvertreter auf Nachfrage des Fachmagazins Top Agrar.

00:01:26: Da drängt sich die Frage auf, wollte der Lebensmitteleinzelhandel das Marktmodell gezielt durchdrücken um künftig auch bei den Ferkeln mehr Preisspielraum zu haben?

00:01:35: In den kommenden Wochen dürfte es spannende Diskussionen dazu geben, was etwas zuversichtlich stimmt.

00:01:41: Während die Schweinebestände in NRW in den vergangenen fünf Jahren von einem deutlichen Strukturwandel geprägt waren erfolgt aktuell eine vorsichtige Konsolidierung.

00:01:51: innerhalb eines Jahres nahm der Bestand um einst Komma acht Prozent zu Die Zahl der Schweinehalter ging aber weiter um zwei Komma eins Prozent auf, nun fünftausendzehn zurück.

00:02:01: Davon ein tausendzweihundertzehn Saunhalter.

00:02:04: Allerdings viele Ferkelerzeuger müssen in den kommenden Jahren noch umbauen und er sorgt einen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von vergangener Woche für neue Unsicherheit.

00:02:14: Es besagt Bei künftigen Baugenehmigungen für landwirtschaftliche Betriebe, die auch gewerbliche Stelle betreiben kommt es maßgeblich darauf an ob diese Betrieben von einem Tisch geführt werden oder getrennt zu betrachten sind.

00:02:27: Was besonders irritiert der Landwirt wollte mehr Tierwohl in seinem Stall umsetzen und dafür auch die Tierzahl reduzieren bekommt aber keine Baugenehmigung.

00:02:36: Sonja Friedemann Leiterin der Rechtsabteilung beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband hat dazu eine klare Meinung.

00:02:43: Wenn Politik und Gesellschaft mehr Tierwohl fordern, muss es Landwirten auch ermöglicht werden?

00:02:49: Kommen wir zum nächsten Dauerbrenner-Thema die Düngepolitik.

00:02:53: Obwohl sich Landwirte schon jetzt Gedanken über die kommende Düngesaison machen ist immer noch unklar welche Düngeregeln dann gelten.

00:03:00: Der Ball liegt jetzt bei der Bundesregierung.

00:03:03: Die Länder können aktuell keine Gebiete ausweisen sagte Doktor Konrad Ase Missen.

00:03:10: Interessengemeinschaft gerechte Messstellen im Kreis Minden-Lübecke, der Fachanwalt für Verwaltungsrecht aus Potsdam liest die vergangenen Monate einmal Revue passieren hier im Schnelldurchlauf.

00:03:21: Das Urteil des Bundesverwaltungen Gerichts in Leipzig von Oktober zweitausendfünfundzwanzig hat die Ausweisung der roten Gebiete in Bayern für unwirksam erklärt.

00:03:30: NRW hat daraufhin Ende Februar seine Landesdüngeverordnung aufgehoben und damit die zusätzlichen Auflagen in nitratbelasteten Gebieten.

00:03:38: Ende April gab es einen Referentenentwurf aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium, der die Rechtsmängel in der aktuellen Düngeverordnung beseitigen sollte.

00:03:47: Der Entwurf ist wieder verworfen.

00:03:49: Ende Mai gab es ein Konzeptpapier der Bundesländer Grundidee dabei Die unterschiedliche Betroffenheit der Länder berücksichtigen.

00:03:56: Seitdem laufen die Diskussionen auch darüber ob und wie sich mehr Verursachergerechtigkeit erreichen lässt.

00:04:04: Etwas erreichen möchten auch die deutschen Landfrauen.

00:04:07: Und zwar Parität in den Parlamenten, also die Hälfte der Sitze für Frauen?

00:04:11: Das machte Präsidentin Petra Bentkämper beim Deutschen Landfrauentag in Essen deutlich!

00:04:16: Meine Kollegin Andrea Herdleif war dabei und beschreibt es so – ausgelassene Stimmung wie auf einem Familienfest etwa bei dem gemeinsamen Rudel singen.

00:04:25: aber gleichzeitig kommen die politischen Botschaften nicht zu kurz, etwa zur Wahlrechtsreform oder möglichen Änderungen bei Rente und Pflege.

00:04:33: Empfänger für diese Botschaften gab es genug.

00:04:35: So waren unter anderem NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundeslandwirtschaftsminister Alois Reiner und Mareike Lotte-Wulf aus dem Bundesfamilienministerium der Einladung der Rheinischen Landfrauen gefolgt.

00:04:48: Meine Kollegin kommentiert abschließend mit vierhundertfünfzigtausend Mitgliedern sind die deutschen Landfrauen der größte Frauenverband in Deutschland – und mit ihrer verbindlichen Art finden sie Gehör.

00:04:59: Umso wichtiger sind Sie für die Sache der Frauen!

00:05:03: Zum Abschluss stellen wir noch eine pfiffige Idee aus Salzbergen im Emsland vor.

00:05:08: Dort baut Silvanschulze wendige Spargel sowie Erdbeeren an und hat Anfang Mai den deutschlandweit ersten Erdbär-Drive in eröffnet, die Inspiration dazu hat er in den Niederlanden aufgeschnappt – das wollen wir auch versuchen, sagt der dreißigjährige.

00:05:24: Er holte die Genehmigungen ein, baute eine Hütte und stellte gemeinsam mit seiner Freundin einen Sortiment zusammen unter anderem Milchshakes, Slush-Eis und Spaghetti-Eiss alles mit frischen Erdbeeren oder Erdbärsoße.

00:05:36: Am achten Mai eröffnete er den Drive-In und wurde förmlich überrannt.

00:05:40: Es bildeten sich lange Schlangen, einige Kunden drehten Videos so während sie in der Schlange standen und verbreiteten diese in den sozialen Netzwerken.

00:05:48: ein Video kam auf vierhunderttausend Aufrufe.

00:05:51: Auf so einen Andrang waren Schulze Wettige uns sein Team nicht vorbereitet.

00:05:55: Sie steuerten bei der Verkehrsführung nach und stockten Personal auf.

00:05:59: Nun ist etwas Routine eingekehrt, der Andrang ist aber immer noch groß.

00:06:03: Im Durchschnitt fahren mehr als dreihundert Fahrzeuge pro Tag durch den Drive-Innen, der Freitag bis Sonntag von elf bis zwanzig Uhr geöffnet hat.

00:06:11: Der Landwirt freut sich über die positive Resonanz Doch er befürchtet dass es sich auch um einen Hype handeln könnte, der schnell wieder vorbei ist.

00:06:19: Deshalb will er aus den neuen Kunden Stammkunden machen.

00:06:23: Am Schluss wichtige Infos.

00:06:25: kurz und knapp Hochwald will mutig nach vorne, neuer Umsatzrekord, starke Beerenmarke, gefragte Haltungsform drei.

00:06:32: In der Hochwaldgruppe läuft vieles gut aber nicht alle Zeichen stehen auf Wachstum Aus für Wiesent-Projekt.

00:06:40: Der Kreistag hat beschlossen das Freisetzungsprojekt Wiesente im Rotagebirge nicht fortzuführen.

00:06:45: Die letzten Tiere sollen spätestens im kommenden Jahr ein neues Zuhause finden, arbeiten bei Hitze.

00:06:51: Wer bei Hitzer arbeitet braucht Schutz?

00:06:53: Bernadette Epping vom Westfälischen Arbeitgeberverband gibt Tipps von den Arbeitgebern und Arbeitnehmer profitieren.

00:06:59: Pflege für Freischneider.

00:07:01: Freischneder- und Motorsense gehören fast zur Grundausstattung jedes Betriebes – doch die Gerätewartung wird oft vernachlässigt.

00:07:08: Daher ein paar praktische Tipps, was zu beachten ist.

00:07:11: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW.

00:07:15: Herzlichen Dank fürs Zuhören!

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