Kein Patentrezept für die Silomaisernte / Agri-PV und Beerenobst – doppelt gut

Shownotes

Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 34/2026. Die Themen:

  • Kein Patenrezept für die Silomaisernte
  • Agri-PV und Beerenobst
  • Nicht tatenlos zusehen
  • Ein Plan für die Zukunft (Aktivstall-Konzept)

verfasst von Torsten Wobser, Redakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten, was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist.

00:00:06: Verfasst von Wochenblatt-Redakteur Thorsten Wopser vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

00:00:12: Diese Woche geht es um die Silomais Ernte AgriPV – Mit Beeren Obst an Bau wie sich Klimaveränderungen auf einen Hof auswirken und ein Beispiel zum Aktivstallkonzept.

00:00:23: Viele Infos starten wir!

00:00:26: In den zurückliegenden Wochen hatten Hitze und Trockenheit das Land nicht nur fest im Griff, sondern haben auch einige Fragen aufgeworfen.

00:00:33: So zum Beispiel die nach dem passenden Termin für das Mais häckseln.

00:00:37: Die Maisbestände im Land sind nicht nur regional, sondern auch innerhalb eines Schlages sehr ungleichmäßig entwickelt.

00:00:44: Das kann dazu führen dass für Teilflächen die Empfehlung gilt noch Nicht häckeln um den Pflanzen die Möglichkeit zur weiteren Bildung von Masse und Qualität zu geben.

00:00:53: ohnehin stellt die lange Trockenheit die reife Entwicklung auf den Kopf, sodass eine genaue Kontrolle der Bestände vor dem Häckseln wichtig ist.

00:01:00: Notreifer, Kolbenarmer oder kolbenloser Mais weist geringe Energie und Trockenmasse gehalte aber hohe Zuckeranteile auf.

00:01:08: dadurch steigt das Risiko alkoholischer Fehlgärungen und von Sikersaft stark geschädigte Partien sollten früh geerntet separat ziliert ausreichend zerkleinert und nicht an Hochleistungstiere verfüttert werden.

00:01:20: Mais, der die Trockenheit und die zahlreichen Hitzewellen einigermaßen schadlos überstanden hat noch voll umsetzen.

00:01:27: Da die vitalen Pflanzenwasser auch nachhaltig binden ist trotz weiterer Zunahmen der Kolbentrockenmasse Gehalte mit einer temporären Stagnation in Abhängigkeit vom Regen sogar mit einem Rückgang der Gesamttrockenmasse gehalten zu rechnen.

00:01:42: Nicht der Mais, sondern Beerenobst steht auf dem Betrieb von Philipp und Sophia Hoberg aus Wadersloh-Liesborn im Mittelpunkt.

00:01:49: Deshalb lautete die Frage hier wie können wir unser Beeren Obst vor der intensiven Sonnenstrahlung im Sommer und Spätfrösten im Frühjahr schützen?

00:01:58: Die Antwort darauf ist eine der größten Agri-PV Anlagen in Deutschland.

00:02:02: Nach fünf Jahren Planung und Umsetzung ist sie ein Beispiel für eine klassische Win-Win Situation, die Anlage überdacht heute siebzehn Hektar.

00:02:09: Heidelberg Kultur bietet den Beeren Schutz und der Familie einen Zusatzeinkommen.

00:02:15: Vierzichttausend Module mit einer Gesamtleistung von rund dreiundzwanzig Megawatt Peak produzieren zukünftig gut einundzwantig Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.

00:02:24: Geht man von einem Strombedarf von viertausend Kilowattstunden pro Jahr aus, reicht das für mehr als fünftausends zweihundertfünfzig Haushalte.

00:02:32: Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ein solches Projekt ohne die Förderung durch das Land NRW vermutlich nicht zustande gekommen wäre.

00:02:40: Denn neben den Unwägbarkeiten bei der Planung bietet das erneuerbare Energiengesetz längst keine Sicherheit mehr, meint meine Kollegin Katja Stückemann.

00:02:51: Eine ganz grundsätzliche Frage stellt sich Landwirt Ulf Alhof-Kramer.

00:02:56: Warum schützt die Politik immer noch die fossile Industrie, aber nicht unsere Höfe?

00:03:00: Alhof Kramer bewirtschaftet mit seiner Familie einen Hof im Lipperland und beschreibt in unserer Reportage wie er die Veränderung des Klimas auf seinem Betrieb erlebt.

00:03:10: Auf seinen Flächen wechseln sich Dürre, extreme Hitze und Starkregen ab.

00:03:14: Die einst verlässlichen Wetterzyklen sind unberechenbar geworden.

00:03:18: Fünfzehn Hektar Fichtenwald, den er von seinen Eltern geerbt hatte ging inzwischen zwei tausend achtzehn und zweitausend zwanzig durch Trockenheit und Borkenkäfer verloren.

00:03:27: Als Landwirt arbeitet er mit dem Boden und mit dem Wetter.

00:03:29: Er versorgt Menschen mit Lebensmitteln und möchte dass dies weiter möglich ist das auch sein Sohn und seine Enkel von der Landwirtschaft leben können Und vor allem das auch für sie und alle anderen Menschen die Welt lebenswert bleibt.

00:03:42: doch er hat Angst dass es nicht so sein wird.

00:03:44: Trotzdem ist er überzeugt, dass Landwirtinnen und Landwirte zu diesem Thema eine starke Stimme haben können.

00:03:51: Wenn wir mit derselben Klarheit die Einhaltung der Klimaziele einfordern – mit der viele tausend Landwirtae, zwei Tausend Dreiundzwanzig Schrägstrich Vierundzwantzig protestiert haben muss die Politik anders handeln?

00:04:02: Ist er sich sicher?

00:04:05: Sind die Vollmar-Halsband aus Palaborn-Benhausen hat ihre Zukunft in der Landwirtschaft klar vor Augen.

00:04:10: Sie setzt auf besonders tiergerechte Saunhaltung nach dem Aktivstallkonzept.

00:04:15: Damit möchte sie freie Abferkelungen, Auslauf, Einstreu, Beschäftigungsmöglichkeiten und lange Ringelschwenze miteinander verbinden.

00:04:22: Die junge Frau hat an verschiedenen Stellen Erfahrungen mit dem Konzept gesammelt und möchte nun einen neuen Schweinestall für Zweihundert Sauen bauen.

00:04:30: Die Tiere sollen sich zwischen verschiedenen Klimazonen Boden belägen und Funktionsbereichen frei bewegen können.

00:04:37: Auch persönliche Tierkontrolle und Transparenz gegenüber Kunden sind zentrale Bestandteile des Konzepts.

00:04:42: Hat mein Kollege Heinz Georg Waldeier bei einem Besuch auf dem Betrieb von Cindy Vollmar-Halsband und ihrem Mann erfahren, der rund vier Komma fünf Millionen Euro teure Neubau soll in Holzbauweise entstehen und möglichst arbeitswirtschaftlich funktionieren.

00:04:57: Geplant ist die ökologische Produktion von Bioferkeln.

00:05:01: Die Ferkel sollen künftig zweiundvierzig statt achtundzwanzig Tage bei der Sau bleiben.

00:05:05: Beim Futter will der Betrieb Soja möglichst durch heimische Eiweißpflanzen wie Ackerbohnen und Erbsen ersetzen, die junge Unternehmerin ist überzeugt das Tierwohl- und Wirtschaftlichkeit zusammenpassen.

00:05:18: Zum Schluss wichtige Infos.

00:05:19: kurz und knapp.

00:05:20: Acht Jahre nach Beginn der klimabedingten Waldschäden klaffen in NRWs Wäldern weiterhin riesige Lücken.

00:05:27: zwar wachsen auf vielen Flächen wieder junge Bäume doch Von einem flächendeckenden, zukunftsfähigen Mischwald ist das Land noch weit entfernt.

00:05:35: Aber wer muss jetzt handeln?

00:05:37: Ackerstatus – alte Regelung weiter möglich.

00:05:41: Mit der neuen Förderperiode erhalten langjährig mit Grünfutter bestellte Ackerflächen nicht mehr automatisch den Dauer-Grünlandstatus.

00:05:49: Wer will kann aber auf Antrag bei der alten Regelung bleiben.

00:05:52: Landwirtschaftsminister Alois Reiner hatte die wichtigsten Branchenvertreter zum Krisengipfel Schwein nach Berlin eingeladen, außer der Ankündigung die mehr gefahren Versicherung stärker zu fördern ist nicht viel dabei herausgekommen.

00:06:05: Nadelholz bleibt heiß begehrt das Spiegelnpreise von mehr als einhundertvierzig Euro pro Festmeter für Fichtenstammholz wieder immermehr.

00:06:14: Kunden greifen alternativ zur Kiefer was dessen Preise ankurbelt und auch beim Laubholz bewegt sich der Markt.

00:06:20: Das war's wir heute bei Landwirtschaft in NRW.

00:06:24: Herzlichen Dank fürs Zuhören.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.