Alarmierende Erntebilanz / zahlungsfähig bleiben / 30 Jahre Bauernmolkerei / Schafe begeistern

Shownotes

Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 35/2026. Die Themen:

  • Alarmierende Erntebilanz
  • zahlungsfähig bleiben
  • 30 Jahre Bauernmolkerei
  • Schafe begeistern

verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.

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00:00:00: Ihr hört Landwirtschaft in NRW, eure wöchentliche Dosis Agrarwissen.

00:00:04: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist.

00:00:10: Verfasst von Wochenblatt-Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

00:00:17: Diese Woche geht es um die alarmierende Erntebilanz, um die schwierige finanzielle Situation für die Schweinehalter das Jubiläum, dreißig Jahre Bauernmolkerei und um die Begeisterung.

00:00:29: Viele Infos, starten wir.

00:00:32: Noch ist das Erntejahr im Jahr für den Anbau year noch nicht abgeschlossen.

00:00:36: Dennoch wirft Dr.

00:00:36: Thomas Böcker den Blick bereits auf das kommende Anbau-Jahr.

00:00:40: Bei der Anbauplanung bleibt der Deckungsbeitrag also der Erlös abzüglich der variablen Kosten einer der wichtigsten Entscheidungsfaktoren.

00:00:48: Allerdings ist das Risiko für Missernten bei den einzelnen Kulturen sehr unterschiedlich was sich auch auf die Anbauplanung auswirken sollte.

00:00:56: Der Marktexperte der Landwirtschaftskammer NRW rät den Landwirten daher, sehr betriebsindividuell vorzugehen.

00:01:03: Dazu hat er einige Tipps zusammengestellt – die vorläufige Erntebilanz des Deutschen Bauernverbandes gibt ihm dabei recht!

00:01:10: Der Verband rechnet in diesem Jahr mit forty-kommar neun Millionen Tonnen Getreide im Bundesgebiet.

00:01:16: Das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr und auch weniger als fünf Jahre Schnitt.

00:01:21: Besonders auffällig sei das Nord-Südgefälle.

00:01:24: Vor allem in Süd- und Westdeutschland hätten fehlende Niederschläge zu Schwachen erträgen, bis hinzu Missernten bei einzelnen Kulturen geführt.

00:01:32: Gleichzeitig sind die Erlöse niedrig und die Kosten hoch, mahnt Bauernpräsident Joachim Ruckwiedt Die Liquidität vieler Betriebe sei massiv gefährdet.

00:01:41: RuckWiedt fordert ein Sofortprogramm von der Bundesregierung, Zuschüsse zum Düngerkauf, niedrigere Steuern auf Agrar Diesel, vorzeitiges Auszahlen der Agrargelder.

00:01:52: Umweltverbände wie der NABU pochen dagegen auf mehr Klimaanpassung, Ernteausfälle durch Dürren ließen sich dauerhaft nicht durch Hilfszahlungen oder günstigen Agrardiesel abfedern.

00:02:02: und andere Organisationen wie LSV Deutschland sehen kurzfristige Hilfen allein nicht als Lösung für die strukturellen Probleme der Landwirtschaft.

00:02:10: Im aktuellen Kommentar frage ich wer hat recht?

00:02:13: Die Antwort lautet alle!

00:02:15: Viele Ackerbauern und Tierhalter sind seit Jahren finanziell am Limit.

00:02:19: Die Dürre führt nun teils zu akuten Engpässen, daher brauchen betroffene Landwirte jetzt Hilfen.

00:02:25: Klar ist aber auch Geld allein kann die strukturellen Probleme nicht lösen weder die Folgen des Klimawandels noch die Schieflage in der Wertschöpfungskette.

00:02:33: hier muss sich grundlegend etwas ändern.

00:02:37: das wünschen sich auch und gerade die Schweinehalter.

00:02:40: sie stehen massiv unter Druck.

00:02:42: Aktuell haben wir eindeutig eine Marktkrise, aber auch dahinter verbirgt sich ein strukturelles Problem.

00:02:47: Analysiert Sven Voppe von der VR Agrarberatung in Lingen?

00:02:52: Für den Berater sind vor allem zwei Kennzahlen wichtig – die Verschuldung je Platz und der Liquiditätsgrenzpreis.

00:02:58: Letzterer zeigt, welchen Produktpreis ein Betrieb mindestens benötigt, damit er liquide bleibt.

00:03:04: Ein Schweinehalter muss also wissen ob er beispielsweise einen Euro-Sächsich oder ein Euro-Achtzig je Kilogramm Schweinefleisch benötigen.

00:03:12: Diesen Wert muss erkennen, mahnt Foppe.

00:03:14: Komme der Betrieb mit seinem Grenzpreis schon in einem normalen Markt nicht zurecht habe er ein strukturelles Problem.

00:03:20: Sein Fazit?

00:03:21: Der Kernbetrieb muss wirtschaftlich funktionieren und das Kaufmännische muss sitzen.

00:03:26: dafür müsse der Betriebsleiter zeitreservieren.

00:03:30: Themenwechsel im Jahr nineteenhundert sechsundneunzig entstand im Ortskern von Usseln die Upländer Bauern Molkerei.

00:03:38: Meine Kolleginnen Alina Schmidtmann und Esther von Beschwitz haben die Biomolkerei zum dreißigjährigen Jubiläum besucht, um mit Geschäftsführern sowie Landwirten gesprochen.

00:03:48: Was sie direkt festgestellt haben in drei Jahrzehnten hat sich viel getan – und es ist weiter viel Dynamik auf dem Biomilchmarkt!

00:03:55: Die Milchverarbeitung findet seit zwei Tausendzweiundzwanzig nicht mehr im Ortskern statt sondern in der etwa einen Kilometer entfernten neu errichteten Molkerei.

00:04:04: Aktuell liefern einhundert fünf Milchbauern zur Obländer Bauern Molkerei.

00:04:09: Sie kommen schwerpunktmäßig aus NRW und Hessen, die verarbeitete Jahresmilchmenge beträgt derzeit achtundvierzig Millionen Kilogramm Biomilch.

00:04:18: Die neue Molkerei hat eine Kapazität von sechszig Millionen Kilgramm.

00:04:22: Wir sind also weiter auf der Suche nach Lieferanten sagt Geschäftsführer Tobias Kleinsorge.

00:04:28: Doch das ist nicht leicht.

00:04:29: Jahrelang hat die Sauerländer Molkerei mit Upländer und Allnatura-Produkten voll Sortimenter wie Rewe und Edeka bedient, doch seitdem auch Discounter bei ihren Eigenmarken auf Bio setzen gebe es einen aggressiven Kampf um die Biobauern.

00:04:44: Deshalb bedient die Molkerei inzwischen auch zwei Säulen Die Handelsmarke und ihre eigene Marke.

00:04:50: Was sich aber nicht geändert hat, sind die Werte um die es geht.

00:04:53: Biomilchbauer Sven Lorenz fasst sie so zusammen.

00:04:56: Wir stehen für Leidenschaft unsere Höfe Qualität und Tierwohl.

00:05:00: Genau das müssen wir auch transportieren.

00:05:02: Wenn wir wachsen dann nur so dass wir unser Profil behalten.

00:05:07: Zum Abschluss blicken wir nach Bad Münster Eifel auf dem Betrieb von Familie Weih.

00:05:11: Sie hält dort eighthundertfünfzig Merino Mutterschafe plus Nachzucht Und bewirtschaftet einhundertachtzig Hektar Grünland.

00:05:18: Der siebenundzwanzigjährige Andreas Konrad Weih ist die dritte Generation auf dem Betrieb.

00:05:23: Er hat Landmaschinen-Mechatroniker gelernt, weil er aber völlig scharf begeistert isst, übernimmt er den Betrieb im Jahr zwei tausend achtund zwanzig.

00:05:31: Schon heute ist er fest eingespannt – Die Herausforderung, die Flächen für die Schafe liegen rund dreißig Kilometer vom Stammbetrieb entfernt!

00:05:39: heißt, Weih fährt die Strecke täglich um nach den Schafen zu sehen.

00:05:43: Sein handwerkliches Geschick und seine Ideen bringt er erfolgreich in den Betrieb ein.

00:05:48: so hat er einen Zaunbausystem entwickelt das inzwischen sogar patentiert ist Ein Litzenzaun der sich mit dem Quett auf- und abbauen lässt.

00:05:56: Der Zaun isst Wolfs abweisend und förderfähig.

00:06:00: Im März im Jahr zwei tausend vierundzwanzig hatte ein Unternehmen gegründet und schon einige Systeme verkauft.

00:06:05: Zu schaffen macht den Betrieb in diesem Jahr die Trockenheit.

00:06:09: Das Grünland gleicht eher einer braunen Steppe als saftigen Weiden.

00:06:14: Deshalb muss er schon bald zufüttern und daher noch mehr Winterfutter besorgen, das ist teuer!

00:06:19: In einem ohnehin wirtschaftlich engen Betriebszweig – daher sagt bei Ohne Premium funktioniert keine Schafhaltung.

00:06:26: Aktuell ist der aber zufrieden.

00:06:28: Die gekoppelte Prämie für Mutterschafe und die Ökoregelung zwei Kennarten seien einfach umzusetzen.

00:06:36: Zudem profitiert er noch von der Förderung von Zucht und Haltung gefährdeter Rassen.

00:06:40: Der Junglandwirt setzt darauf, dass sich die Politik weiter für Weidetierhalter einsetzt.

00:06:46: Zum Schluss wichtige Infos.

00:06:48: kurz und knapp Die Kammer ruft zur Wahl.

00:06:50: in siebzehn Bezirken Stehen Wahlen bei der Landwirtschaftskammer NRW an Und im Dezember folgt die Wahl einer neuen Präsidentin bzw eines neuen Präsidenten.

00:07:00: Kein Verlass auf mündliche Verträge.

00:07:02: Jahrzehntelang schneidet Straßen NRW Felix Köttings Hecke neben einem Radweg, jetzt soll der zweiundachtzigjährige das selbst tun und fast zweitausend hundert Euro für den letzten Schnitt bezahlen.

00:07:15: mehr Vielfalt auf dem Acker wie Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam funktionieren sollte das bundesweite Franz Projekt zeigen.

00:07:23: Das Wochenblatt war beim regionalen Abschluss in Ostwestfalen dabei Besenbebt.

00:07:28: beim Hoffestival Besenbebt.

00:07:30: am neunundzwanzigsten August in Enegaló können Besucherinnen und Besucher nicht nur ausgiebig feiern, sondern auch auf das Wochenblatt-Maskottchen Wolle treffen.

00:07:40: Und mit etwas Glück einen Preis gewinnen!

00:07:42: Weitere Infos findet ihr unter www.besenbindestrichbebt.de.

00:07:48: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW.

00:07:51: Herzlichen Dank fürs Zuhören.

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