Solide Getreideernte / Mikrochips zur Tierkennzeichnung / Wenig Wespen / Starkmachen statt Schwachreden

Shownotes

Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 36/2026. Die Themen:

  • Solide Getreideernte
  • Mikrochips zur Tierkennzeichnung
  • Wenig Wespen
  • Starkmachen statt Schwachreden

verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.

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00:00:00: Ihr hört Landwirtschaft in NRW, eure wöchentliche Dosis Agrar wissen.

00:00:05: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist.

00:00:10: Verfasst von Wochenblatt-Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

00:00:17: Diese Woche geht es um die solide Getreideernte Mikrochips zur Tierkennzeichnung.

00:00:22: weniger Westmen und Starkmachen statt Schwachreden.

00:00:25: Viele Infos starten wir.

00:00:27: Der Klimawandel ist längst auf unseren Feldern angekommen.

00:00:30: Wir wollen Landwirte dabei unterstützen, ihre Betriebe gegen Dürren, Starkregen und weitere Extremwetterereignisse widerstandsfähiger und zukunftsfester aufzustellen", sagte NRW Agrarministerin Silke Gorissen am Montagvormittag in der Landespressekonferenz.

00:00:46: Dafür setze Düsseldorf auf Innovationen-, Investitionen-Beratung und eine gezielte Förderung nachhaltiger Bewirtschaftungen.

00:00:54: Gorisen bezog sich dabei auf die vorläufige Erntebilanz für NRW.

00:00:58: Diese stellte sie zusammen mit Kammerpräsident Karl Werring vor, einige Schlaglichter.

00:01:04: Winterweizen erzielte nach der vorzeitigen Abreife einen überdurchschnittlichen Ertrag von rund dreiundachtzig Deziton pro Hektar.

00:01:12: Die Hektolitergewichte und die Fallzahlen waren meist gut.

00:01:15: Der Proteingehalt übertraf die Vorjahre Wintergerst überbrot mit rund achtzig Deziton pro Hektar den mehrjährigen Schnitt um fünf Prozent.

00:01:24: Sie litt am wenigsten unter der Trockenheit.

00:01:26: Roggen und Kritikale lagen mit ihrem Ertragsniveau dicht beieinander und übertrafen auch jeweils den mehrjährigen Schnitt, die Rapsernte dürfte durch die Flächenausdehnung trotz eines etwa durchschnittlichen Ertrages von fast neununddreißig Deziton pro Hektar größer ausfallen als in den Vorjahren.

00:01:43: Während die Erträge im Rheinland und teilweise im Münsterland überdurchschnittlich ausfielen Waren sie in Süd und vor allem im Ost-Westfalen oftmals enttäuschend, die Ölgehalte betrugen etwa vierundvierzig bis fünfundvierzig Prozent.

00:01:56: Ministerin Gorissen bezeichnete die Getreideernte trotz der herausfordernden Witterung als solide.

00:02:03: Ein Gesamtverzieht lasse sich aber noch nicht ziehen, da noch Ernten anstehen – und deren Ergebnisse noch offen sind?

00:02:09: Während die Erträge der Frühkartoffeln zufriedenstellend waren, lässt sich die übrige Kartoffelernte kaum einschätzen!

00:02:16: Zuckerrüben litten in fast ganz NRW enorm unter Trockenheit und Hitze.

00:02:21: Die Maisbestände sind insbesondere auf leichten und flachgründigen Böden, zumindest in Teilbereichen mehr oder weniger abgestorben.

00:02:28: Auch der Regenab Mitte August lässt keine Ertrags- und Qualitätszuwächse erwarten.

00:02:34: Grünland brachte in den ersten Schnitten gute Erträge und Qualitäten – lit dann aber regional extrem unter der Trockenkeit!

00:02:42: Zwölf Hektar arrondiertes Dauergrünland haben auch die beiden Nebenerwerbs-Landwirte Natascha Kipp und Joel Schniederjahn.

00:02:49: dort grasst eine inzwischen dreißigköpfige Galloway Herde.

00:02:52: Im Borgner Ortsteil Marbeck baut sich das junge Paar einen eigenen Hof auf, meine Kollegin Esther von Beschwitz hat sie besucht und schnell gemerkt – die beiden schreiben Tierwohl groß!

00:03:04: Die hofnahen Weiden sind ihnen wichtig, damit sie die Tiere immer im Blick haben.

00:03:08: Das Paar setzt auf Weideschuss um Stress und lange Fahrten für die Tiere zu vermeiden.

00:03:13: Weil der Hof im Wolfsgebiet liegt hat das Paar einen ein Meter sechzig hohen Wolfschutzzaun errichtet.

00:03:19: doch genau dieser Zaun macht Probleme!

00:03:21: Die Tiere reißen sich vermehrt ihre Ohrmarken an der engen Maschung des Zaunes aus berichtet Natascha Keb.

00:03:28: Das verletzt die Rinder.

00:03:30: Im Internet sind die Nebenerwerbs-Landwirte auf Mikrochips gestoßen, diese haben sie zusammen mit ihrem Tierarzt bei einigen Galloways injiziert sowie es auch bei Haustieren oder Pferden üblich ist.

00:03:41: Mit einem Stablesegerät lasse sich das Tier dann leicht identifizieren – das Paar ist begeistert!

00:03:47: Die Behörden nicht?

00:03:48: Die Junglandwirte müssen Tiere ohne Ohrmarken unverzüglich nachkennzeichnen ansonsten droht ein Ordnungsgeld.

00:03:55: Etwas ernüchtert sagt Natascha Kipp.

00:03:57: Es wäre wünschenswert, wenn kleine Betriebe die etwas ändern möchten vor allem in Richtung Tierwohl mit moderner Technik nicht ständig reguliert werden.

00:04:06: Entmutigen lässt sie sich aber nicht – wir bleiben dran!

00:04:10: Ist es Ihnen auch schon aufgefallen?

00:04:12: In diesem Jahr sind regional deutlich weniger Westen unterwegs als sonst.

00:04:16: Als mögliche Ursache gelten die lang anhaltende Trockenheit und hohen Temperaturen.

00:04:21: Viele Pflanzen haben weniger Nektar gebildet.

00:04:23: Zudem mussten die Westen ihre Nester stärker kühlen, dadurch blieb den Arbeiterinnen weniger Zeit, die Brut zu versorgen.

00:04:31: Gleichzeitig entwickelten sich auch andere Insekten schlechter sodass in Westen weniger Beute zur Verfügung stand.

00:04:37: Ob es sich um eine natürliche Bestandsschwankung oder bereits um eine Folge des Insekterben handelt lässt sich derzeit nicht sicher sagen.

00:04:44: erläutert Christian Monier Imker und Westenberater aus Arnsberg Verlässliche Daten zu den Westenbeständen fehlen, ökologisch ist der Rückgang jedoch problematisch.

00:04:54: Westen bestäuben Pflanzen fangen zahlreiche Schatinsekten dienen anderen Tieren als Nahrung und beseitigen teilweise sogar Ars.

00:05:03: Zum Schluss blicke ich auf die vergangene Woche in Berlin zurück.

00:05:07: Ein Papier aus dem Finanzministerium kam an die Öffentlichkeit.

00:05:11: Die Zuckersteuer soll auch für zuckerfreie Getränke gelten.

00:05:14: Der Vorschlag war längst verworfen, dennoch hagelte es Kritik für Finanzminister Lars Klingbeil und einige attestierten direkt der gesamten Bundesregierung mal wieder Unfähigkeit.

00:05:25: Die Empörung war groß!

00:05:27: Deutlich ruhiger war's um die neuen Zahlen zu Wirtschafts- und Konsum, Deutschland wächst zart aber immerhin – die Richtung stimmt.

00:05:35: Doch das bekommt wenig Aufmerksamkeit.

00:05:38: im aktuellen Kommentar frage ich Warum sind Medien, Politik und Gesellschaft beim Schwachreden so stark und beim Starkmachen so schwach?

00:05:46: Als Fazit halte ich fest – die Landwirtschaft ist unverzichtbar für ein starkes Deutschland.

00:05:51: Auch hier gilt «Starkmachen statt Schwachreden».

00:05:55: Zum Schluss wichtige Infos kurz und knapp.

00:05:58: Virus breitet sich aus!

00:06:00: Das Sharmondalike-Virus breitet in Rinderherden in NRW weiter aus.

00:06:05: Allerdings sind es bisher überwiegend Verdachtsfälle.

00:06:08: Arla mit besserer Milchprognose, die Molkerei-Genossenschaft Arla Futz hat ein erfolgreiches erstes halb Jahr hinter sich und sieht das zweite Halbjahr besser als zunächst gedacht.

00:06:19: Haltungskennzeichen & Ferkelfonds.

00:06:22: Gegen die Novelle des Deutschen Tierhaltungskennzeichengesetzes hat die EU-Kommission Bedenken.

00:06:27: Die Initiative Tierwohl hat den FerkelFonds bis zum ersten Mai, twenty-sevenundzwanzig verlängert.

00:06:34: Von der Studentenidee zur Modemarke Bauernkind hat sich zu einem etablierten Unternehmen entwickelt und neben zwei Gründungsmitgliedern seit diesem Jahr eine studierte Modedesignerin im Team.

00:06:45: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW.

00:06:48: Herzlichen Dank fürs Zuhören!

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