Regionales Düngerecht / Borken als Küstenregion / Bodenpreise sinken / Humus aus der Biotonne
Shownotes
Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 40/2026. Die Themen:
- Regionales Düngerecht
- Borken als Küstenregion
- Bodenpreise sinken
- Humus aus der Biotonne
verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.
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00:00:00: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten, was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist.
00:00:09: Verfasst von Wochenblatt-Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
00:00:15: Diese Woche geht es um das Düngerecht, Borken als Küstenregion, sinkende Bodenpreise und Humus aus der Biotonne – viele Infos starten wir!
00:00:26: Damit war fast nicht zu rechnen.
00:00:27: Auf der Agrarministerkonferenz in Würzburg haben die Bundesländer vergangenen Freitag einen einstimmigen Beschluss zum Düngerecht gefasst.
00:00:35: Der Bund soll den Ländern ermöglichen, über ein Regionalisierungsmodell unterschiedliche Vorgaben im Düngerecht machen zu dürfen – damit bestätigt die Agraministerkonferens ein Eckpunktepapier das eine Wahlmöglichkeit für die Länder aus drei Varianten im Düngerecht zulässt.
00:00:51: Die Variante eins kommt aus Baden-Württemberg.
00:00:53: Das Land will mit den Nitratbelasteten den sogenannten Rotengebieten weitermachen, aber die Maßnahmen dort lockern.
00:01:00: NRW Bayern und Sachsen-Anhalt wollen die roten Gebiete abschaffen dafür die Düngung auf Betriebsebene steuern Und neben dem Organischen auch den mineralischen Dünger erfassen.
00:01:11: Der Bund will in einer dritten Variante die rotem Gebiete abschaffen Aber dafür flächendeckend strengere Düngevorschriften erlassen.
00:01:18: Bis es zur Wahlmöglichkeit kommt, müssen sich Bundeslandwirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium noch auf die Vorgaben im Düngerecht einigen.
00:01:27: Zudem müssen Gespräche mit der EU-Kommission erfolgen – ob sie dem regionalen Ansatz in Deutschland zustimmt – und diesen mit der EUNitratrichtlinie für vereinbar hält.
00:01:37: NRW.
00:01:38: Agrarministerin Silke Gorissen sagt Wir sind überzeugt dass wir damit die Ziele der EU Nitratricht Linie wirksam erreichen können Das neue Dünger-Echt werde verursachergerecht, praxisnah und bürokratiearm.
00:01:52: Ob das erneuerbare Energiengesetz – EEG durch die aktuell geplante Reform besser wird bezweifeln viele auch und besonders im Kreis Borken.
00:02:01: der derzeitige Gesetzesentwurf stuft den Kreis ab zwei Tausend siebenundzwanzig als sogenannte Küstenregion ein und damit meint das federführende Bundeswirtschaftsministerium nicht die direkte Lage am Meer, sondern eine Kategorie zur Berechnung der Windkraftförderung und der Bund geht davon aus dass im Kreis Borken ein vergleichsweise hohes Windkraftpotenzial vorhanden ist.
00:02:24: Das ist auf den ersten Blick erfreulich hat aber auch direkte Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit neuer Windparks denn in Küstenregionen ist die finanzielle Unterstützung für neue Windenergieanlagen stärker begrenzt als in anderen Binnenland-Regionen.
00:02:38: dramatische Folge Wer mit den aktuellen Förderfaktoren kalkuliert hat, dem könnten durch die Reform erhebliche Mittel fehlen.
00:02:45: Wie zum Beispiel Landwirt Lukas Wolter der mit zwei Berufskollegen am Ortsrand von Heeg vier Windräder bauen will.
00:02:51: Die Planungen dazu laufen seit vier Jahren.
00:02:54: Wenn die EEG-Reform so kommt wird unser Projekt kippen.
00:02:57: fertig sagt er.
00:02:58: Klip und klar Immerhin?
00:03:00: Borkens Landrat Dr.
00:03:02: Kai Zwicker macht gegenüber dem Wochenblatt etwas Hoffnung dass es noch Korrekturen am Gesetzestext geben könnte.
00:03:09: Der Kreis Borken hat auch beim nächsten Thema eine besondere Rolle.
00:03:13: Mit onehundertfünfundvierzichttausend neunhundert Euro pro Hektar Ackerland ist Agrarfläche so teuer wie nirgendwo anders in NRW!
00:03:21: Auch in Kursfeld, Wesel und Steinfurt investierten Käufer mehr als einhundertzwanzigtausende Euro pro hektar Akkerland zeigen die aktuellen Auswertungen der Landwirtschaftskammer NRW zum Vergleich.
00:03:33: Am günstigsten in NRW war ein Hektar Ackerland in Siegen-Wittgenstein mit twenty-fünftausend vierhundert Euro.
00:03:40: Im NRW-Schnitt wechselte Ackerland im vergangenen Jahr für ninety-neinzig tausend fünfhundet Euro pro Hektare den Besitzer, Grünland für zweiundvierzichttausende zweihundert Euro pro hektar.
00:03:52: Im Schnitt kostete ein Hektar Agrarfläche, also Ackerland und Grünland gemeinsam im vergangenen Jahr.
00:04:01: Das sind eins Komma fünf Prozent weniger als im Vorjahr!
00:04:04: Und sogar sechs Komma Eins Prozent weniger... ...als im vorletzten Jahr.
00:04:08: Von zwei tausendneun bis zweitausenddreiundzwanzig war der Preis auf mehr als das Dreifache gestiegen.
00:04:14: N R.W liegt im bundesweiten Vergleich bei den Kaufwerten immer noch an der Spitze, gefolgt von Bayern mit seventy-einenhundertsiebzig Euro pro Hektar.
00:04:24: Am günstigsten ist Agrarfläche in Saarland mit zwölftausend vierhundert Euro pro hektar.
00:04:30: Im Schnitt kostete ein Hektare Agrar Fläche in Deutschland im vergangenen Jahr knapp fünfunddreißig tausend Euro.
00:04:37: Das ist ein Minus von null Komma neun Prozent zum Vorjahr!
00:04:42: Das haben sie sich doch bestimmt auch schon einmal gefragt.
00:04:44: Was passiert eigentlich mit dem Bioabfall und lässt sich daraus ein hochwertiger Bodenverbesserer- und organischer Dünger herstellen?
00:04:52: Mein Kollege Julian Osthus ist dem nachgegangen, hat das Kompostwerk von Ray Terror in Kohsfeld besucht.
00:04:59: Mit Betriebsleiter Frank Abbenhaus ist er die einzelnen Schritte durchgegangen – Von der Anlieferung und Zerkleinern sowie Vergehren über das Mischen & Komposthieren bis zum Ausbringen auf den Acker bzw im Garten.
00:05:12: Mein Kollege war beeindruckt, wer einen Kompost mit dem RAL-Gütezeichen kauft bekommt Ware aus einer kontrollierten Anlage die zum Beispiel mit Blick auf den Müll und Samenanteil viele Kriterien erfüllen muss.
00:05:24: So dürfte man z.B.
00:05:25: mit Blick Auf Erdmandelgraseinträge auf der sicheren Seite sein.
00:05:29: Gleichzeitig waren er Die Grenzwerte für das Gütezeich sind in einigen Bereichen bedenklich hoch.
00:05:34: so sind beispielsweise bis zu null Komma fünf Prozent Fremdstoffe In der Trockenmasse oder maximal zwei Komma Null Keimfähige Samen bzw.
00:05:43: austriebfähige Pflanzenteile pro Liter Frischmasse erlaubt, bei einer Ausbringmenge von dreißig Tonnen pro Hektar Trockenmasse entspricht das im schlechtesten Fall etwa dreizehn keimfähigen Samen pro Quadratmeter.
00:05:57: Mein Kollege empfiehlt daher sich nicht blind auf das Gütezeichen zu verlassen sondern sich den Kompost selbst anzuschauen und einen Blick auf ein aktuelles Prüfzeugnis der Bundesgütegemeinschaft Compost für die jeweilige Anlage zu werfen.
00:06:10: Dieses lässt sich beim Kompostwerk anfordern, als letztes noch wichtige Infos.
00:06:16: kurz und knapp?
00:06:17: Das Pachtende richtig regeln endet ein Pachtvertrag kann dies zu Unstimmigkeiten zwischen Pechter- und Verpechter führen.
00:06:25: deshalb ist eine gute Vorbereitung nötig.
00:06:27: Hunderte Hektar Wildnis in der Ecke.
00:06:30: Die Landesregierung weist rund vierhundertfünfzig Hektar landeseigenen Wald in der Ecke als Wildnis-Entwicklungsgebiete aus und will damit bereits bestehende Gebiete verbinden bzw.
00:06:40: erweitern.
00:06:42: Holz für Streichhölzer und Paletten, die Zitterpappel ist eine Pionierbaumart und daher sehr gut für Karlflächen geeignet um später eine Zielbaumart gezielt zu ergänzen.
00:06:52: Kinder lieben Ofenküche.
00:06:54: heute kochen wir lautet das Motto des neuen Wochenblattkinderkochbuches mit herzhaften und süßen Rezepten, die Grundschulkinder schon ganz alleine zubereiten können.
00:07:03: Bestellen können Sie es unter www.https-shopbinde-lv.de.
00:07:10: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW!
00:07:13: Herzlichen Dank fürs Zuhören.
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