Offene Dünge-Details / Allgäu in NRW / Gegenwind für Bürgerenergie / Dank zum Erntedank

Shownotes

Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 41/2026. Die Themen:

  • Offene Dünge-Details
  • Allgäu in NRW
  • Gegenwind für Bürgerenergie
  • Dank zum Erntedank

verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.

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00:00:00: Ihr hört Landwirtschaft in NRW, eure wöchentliche Dosis Agrarwissen.

00:00:04: Hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist verfasst von Wochenblatt-Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

00:00:15: Diese Woche geht es wieder um das Düngerecht ein Stück Allgäu in NR W Bürgerenergie und Erntedank.

00:00:22: viele Infos starten.

00:00:24: wir starten wie in der vergangenen Woche mit dem Dauerthema Düngerecht.

00:00:29: Sie erinnern sich, die sechzehn Bundesländer haben einstimmig den Bund beauftragt ihnen über einen Regionalisierungsmodell unterschiedliche Vorgaben im Düngerecht zu erlauben.

00:00:39: Zur Auswahl sollen drei Varianten stehen erstens weiter mit den nitratbelasteten roten Gebieten aber dort die Maßnahmen lockern.

00:00:48: zweitens Rote Gebiete abschaffen, dafür die Düngung auf Betriebsebene steuern und neben dem Organischen auch den mineralischen Dünger erfassen.

00:00:57: Drittens – der Bund will in einer dritten Variante die roten Gebiete abschaffen aber dafür flächendeckend strengere Düngevorschriften erlassen.

00:01:05: was vielleicht zunächst wie ein Düngedurchbruch klingt ist vielmehr der Startschuss für einen erneuten Anlauf für ein tragfähiges Düngerecht Denn für die Düngepolitik sind das Bundesagrar und das Bundesumweltministerium zuständig.

00:01:20: Das Umweltressort hat bereits signalisiert, dass es Variante eins für inakzeptabel hält – Die regierungsinterne Einigung steht also noch aus.

00:01:29: Brüssel schaut genau auf die deutsche Düngengesetzgebung.

00:01:32: ob die EU-Kommission einem regionalisierten Ansatz zustimmt ist fraglich.

00:01:37: Auf Wochenblatt Nachfrage bestätigt eine Sprecherin des NRW Agraministeriums, dass sich die Ausarbeitung des neuen Dünge-Rechts noch in einem frühen Stadium befindet.

00:01:47: NRW-Agraministerin Silke Gorissen setzt sich auf Bundesebene für die Variante II ein – also die Abschaffung der roten Gebiete und stattdessen eine gesamtbetriebliche Obergrenze für Stickstoff und Phosphor.

00:02:01: Was das aber konkret für die Landwirte bedeutet und welche zusätzlichen länderspezifischen Vorgaben es noch geben könnte, konnte das Ministerium auf Wochenblatt Nachfrage nicht sagen.

00:02:11: Unklar ist ebenfalls was für NRW-Landwirte gelten würde, die auch Flächen in angrenzenden Bundesländern wie Hessen oder Niedersachsen bewirtschaften wenn diese Bundesländer innerhalb des Regionalisierungsmodells eine andere Variante wählen.

00:02:25: Dennoch ist der Vorstoß der Agrarminister wichtig – kommentiere ich.

00:02:30: Er bringt Bewegung in das Thema und erhöht den Druck auf das Bundeslandwirtschaftsministerium.

00:02:35: Das hält sich bisher erstaunlich bedeckt, obwohl hier die entscheidende Verantwortung liegt.

00:02:40: Berlin muss gegenüber Brüssel für das Einhalten der EU-Nitratrichtlinie einstehen – nicht die Bundesländer!

00:02:54: Von der Spröden-Düngepolitik zu einem Höhepunkt für Braunvieh Liebhaber.

00:02:59: Der ganze Stall, der Familie Henck ist voll mit Kühen dieser Rasse und das Mitten in NRW genauer in Bad Berleburg im Kreis Siegenwitkenstein.

00:03:08: Wenn wir in den Stall gehen erinnert uns das an unsere Urlaube im Allgäu", sagt Philipp Henk grinsend.

00:03:14: doch nicht nur die braunen Kühe mit den großen dunklen Augen und den langen Wimpern erinnern an den Süden.

00:03:19: Auch die Bauweise des Stalles, bestehend aus ganz viel Holz hat bayerisches Flair.

00:03:25: Damit nicht genug!

00:03:26: Links vom Stall steht die neue Heutrocknung ein kompletter Holzbau und etwa zweihundert Meter weiter sind Hofladen und Milcherei zu finden ebenfalls aus Holz.

00:03:36: unsere Gäste und Kunden sollen ebenfalls Urlaubsgefühle haben sagt der Betriebsleiter.

00:03:40: Bart Berleburg ist ein beliebter Wanderort und der Eder Radweg verläuft in unmittelbarer Nähe.

00:03:47: Mehr als die Hälfte der produzierten Milch verarbeitet die Familie in der Milcherei.

00:03:51: Zu den Produkten gehören unter anderem Trinkmilch, Eiskaffee, Kakao, Joghurtvarianten und Käse.

00:03:57: etwa zwanzig Prozent der Produkte verkaufen Hengs im eigenen Hofladen oder über den Online-Shop.

00:04:03: Der Rest geht in mehr als vierzig verschiedene Märkte.

00:04:06: Neben dem Milchkühen gehören noch achthundert Hühner, Pferde sowie ein Forstbetrieb zum Familienbetrieb Und Familie Henck hat weitere Pläne.

00:04:14: Sie will als nächstes ein Café mit Ferienwohnungen eröffnen?

00:04:19: Wechseln wir in den Kreis Steinfurt, hier ist Bürgerenergie längst mehr als ein Klimaschutzprojekt!

00:04:24: Sie bringt Geld, Arbeit und Akzeptanz in die Region – bei einer zertifizierten Bürgerwindanlage bleiben jährlich rund fünfhunderttausend Euro Wertschöpfung vor Ort.

00:04:33: Davon profitieren Gemeinden, Bürgerbanken, Bauunternehmen und Handwerksbetriebe.

00:04:38: Insgesamt bleiben bei Bürgervindprojekten rund fünfzig Prozent der Wertschöpfung in der Region.

00:04:43: Bei Anlagen externer Investoren sind es lediglich acht bis fünfzehn Prozent.

00:04:48: Für das Ziel, bis zwei Tausend vierzig klimaneutral zu sein muss und will der Kreis Windenergie- und Photovoltaik weiter ausbauen.

00:04:56: Genau hier droht jedoch Gegenwind aus Berlin!

00:04:58: Die geplante EEG-Reform könnte Bürgerwindprojekte durch niedrigere Ausschreibungshöchstwerte, unsichere Befreiungsregeln und eine mögliche Begrenzung der Einspeiseleistung ausbremsen.

00:05:10: Projekte würden unwirtschaftlicher Banken vorsichtiger und bereits geplente Anlagen gerieten unter Druck.

00:05:16: Der Bürgerenergieverbund Steinfurt fordert deshalb ein eigenes Ausschreibungssegment für Bürgerenergi, bessere Möglichkeiten für den direkten Stromverkauf vor Ort und unbürokratisches Energy-Sharing.

00:05:29: Für laufende und bereits im Bau befindliche Projekte müsse es Übergangsfristen und Vertrauensschutz geben, denn klar ist soll die Energiewende vor Ort gelingen brauchen Bürgerwindprojekte keine zusätzlichen Hürden sondern verlässliche Rahmenbedingungen.

00:05:46: Zum Abschluss blickt meine Kollegin Bettina Pröpsting auf vergangenen Sonntag zurück.

00:05:51: da war Ernte Danktag.

00:05:53: sie schreibt Land auf Landab wurde gefeiert.

00:05:55: Viele helfende Hände haben Erntekronen gebunden, Gottesdienste vorbereitet und Scheunen geschmückt.

00:06:01: In unserer Gegend organisiert die Landjugend diese feste Feder führend unterstützt von Landfrauen- und landwirtschaftlichen Ortsverbänden.

00:06:09: Erntedank ist bei uns im Dorf keine kleine Veranstaltung.

00:06:12: Auf den Gottesdienst einer Maschinenhalle folgt ein gemütliches Beisammensein das schließlich in eine Party mit einigen hundert Gästen übergeht.

00:06:20: Auf dem Fest ist mir durch den Kopf gegangen.

00:06:23: Es ist enorm, wie viel Verantwortung sechzehn bis fünfundzwanzigjährige übernehmen und mit wieviel handwerklichem Geschick und Umsicht sie alles rocken!

00:06:32: Vorab haben Sie ein Brandschutzkonzept erarbeitet – die Scheune aufgeräumt, Stühle für die Messe gestellt, Führbitten gelesen und sich um Tekendienst, Parkmöglichkeiten DJ Security und vieles mehr gekümmert.

00:06:43: in anderen Dörfern organisieren Landjugendgruppen ebenfalls Erntedankfest oder Osterfeuer Scheunenpartys, ein Traktorpulling, Badewannenrennen oder Theateraufführungen.

00:06:54: Das zeigt es gibt eine Menge junger Menschen die mit viel Engagement und Verantwortung das Leben in Dorf- und Bauerschaften mitgestalten.

00:07:02: sie organisieren ehrenamtlich und nach Feierabend im großen oder kleinen Rahmen etwas um sich zu treffen oder zu feiern oft auch weil es keine Alternativen gibt.

00:07:11: letztlich kümmern Sie sich aktiv darum dass der ländliche Raum Lebensqualität für sie und viele andere bietet.

00:07:18: Das ist nicht selbstverständlich, und es ist ein großes Dankeschön-Wert!

00:07:23: Als letztes noch wichtige Infos.

00:07:24: kurz und knapp Minus sevenhundertsiebzig Euro Jesau.

00:07:29: Die wirtschaftliche Lage der Schweinehalter hat sich seit dem Sommer weiter verschlechtert.

00:07:33: Besonders hart trifft das Ferkelerzeuger Auf's Jahr hochgerechnet verlieren Sie aktuell mehr als siebenhundertsebzig euro Jesau Fast doppelt so viel wie im Juli.

00:07:43: Wählen und mitbestimmen.

00:07:45: zur Teilnahme an der Wahl zur Landwirtschaftskammer NRW rufen Kammerpräsident Karl Werring und Kammerdirektor Dr.

00:07:52: Arne Dahlhoff auf, auch WLV-Präsident Hubertus Behringmeier appelliert zur Teilname.

00:07:58: Käfer befallen auch Tannen.

00:08:00: in Bayern kam es zuletzt zu vermehrtem Borkenkäferbefall an Küstentannen.

00:08:05: vereinzelt gab es auch Schäden an Weistannen und Douglasien.

00:08:09: Wochenblatt, Azubi-Abo.

00:08:11: Knallerangebot für alle Auszubildenden und Ausbilder in der Grünen Branche.

00:08:15: Kostenlos können Azubis vier Wochen lang das Wochenblat digital lesen.

00:08:19: Anschließend erhalten sie das digitale Wochenblatt Abo ein Jahrlang für nur dreißig Euro!

00:08:24: Das war's wir heute bei Landwirtschaft in NRW.

00:08:27: Herzlichen Dank fürs Zuhören.

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