„Albtraum am Schweinemarkt“ / Bauern bangen um Böden / Klarheit beim Ackerstatus / Umsatzsteuer für Jagdgenossen
Shownotes
Unser Agrarbriefing für die Kalenderwoche 43/2026. Die Themen:
- „Albtraum am Schweinemarkt“
- Bauern bangen um Böden
- Klarheit beim Ackerstatus
- Umsatzsteuer für Jagdgenossen
verfasst von Patrick Liste, Chefredakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", vorgelesen mithilfe von KI.
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00:00:00: Ihr hört Landwirtschaft in NRW.
00:00:02: Eure wöchentliche Dosis Agrarwissen, hier erfahrt ihr in wenigen Minuten was für Landwirte aus NRW in dieser Woche wichtig ist verfasst von Wochenblatt Chefredakteur Patrick Liste vorgelesen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
00:00:16: diese Woche geht es um den Albtraum am Schweinemarkt.
00:00:19: Bauern bangen um ihre Böden Klarheit beim Ackerstatus und Umsatzsteuer für Jagd.
00:00:23: genossen viele Infos starten wir.
00:00:27: Am Schweinemarkt gibt es keine Entspannung.
00:00:30: Nach vier Wochen mit einem unveränderten Preis von ein Euro forty-fünfundvierzig sank die VE ZG Notierung vergangene Woche um weitere fünf Cent auf einen Euro forty pro Kilogramm Schlachtgewicht.
00:00:41: Am Ferkelmarkt gab die Notierung ebenfalls nach, um zwei Euro auf achtundzwanzig Euro pro fünfund zwanzig Kilogramme Ferkel – die Kosten für Betriebsmittel sind weiter hoch!
00:00:51: Daher verlieren Schweinehalter gerade mit jedem Tier Geld.
00:00:54: Ferkelerzeuger sind zusätzlich mit dem Umbauzwang konfrontiert, für Marktexperte Dr.
00:01:00: Frank Grishake von Agri-Fi ist es der dritte Herbst in Folge mit zu vielen Schweinen in akzeptablen Preisen und blanken Nerven in der gesamten Branche.
00:01:09: Schlachtbetriebe und Fleischabnehmer lösten die Misere offenbar nicht.
00:01:13: Die Vernichtung bäuerlichen Eigenkapitals dürfe aber kein Dauerzustand bleiben, fordert er Christian Solle von der Landwirtschaftskammer.
00:01:20: NRW empfiehlt grundsätzlich eine langfristige Finanz- und Liquiditätsplanung.
00:01:27: Man sollte frühzeitig erkennen, wenn es in sechs Monaten auf dem Girokonto knapp werden könnte.
00:01:32: dann kann man heute noch etwas unternehmen sagt er im Wochenblatt Interview.
00:01:36: Wenn ein Betrieb bereits in Zahlungs Schwierigkeiten geraten ist sollten Betriebsleiter das Gespräch mit der Bank suchen.
00:01:42: Entlastung ist möglich über Kreditlaufzeiten verlängern oder Tilgungen aussetzen, kurzfristige Schulden in langfristige Darlehen umwandeln.
00:01:51: Zahlungsziele mit Lieferanten verlängeren Steuerstundung oder geringere Steuervorauszahlung beantragen Forderungen eintreiben und Privatentnahmen prüfen.
00:02:00: Von der Politik sollten Schweinehalter keine große Unterstützung erwarten schreibe ich im aktuellen Kommentar.
00:02:06: Aber immerhin hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Reiner einen anderen wichtigen Akzent gesetzt.
00:02:12: Er hat das Tabuthema Selbstmord auf dem Land öffentlich angesprochen und die erhöhten Suizidraten unter Landwirten.
00:02:19: Anlass ist eine Studie aus Bayern, im Schnitt etwa ein Selbstmort pro Woche in den Grünen berufen.
00:02:24: Reiner hat damit außerhalb der Branche Aufmerksamkeit erzeugt.
00:02:27: Viele Medien haben berichtet und deutlich gemacht dass Landwirt eben doch kein Job wie jeder andere ist.
00:02:33: Seine Botschaft wirkt aber auch intern.
00:02:35: Eine Familienberatung oder psychologische Hilfe muss genauso selbstverständlich sein wie eine ökonomische Beratung, dafür darf es keine falsche Scham geben.
00:02:47: Der geplante Rhein-Mein-Link soll künftig Windstrom von der Nordsee nach Süddeutschland transportieren.
00:02:52: Im Kreishöxter ist dafür ein rund fünfzig Kilometer langer Abschnitt, der insgesamt etwa sechshundert Kilometer lange Erdkabeltrasse vorgesehen.
00:03:01: Der Bau könnte ab dem Jahr zwanzig beginnen.
00:03:04: Viele Landwirte in der Warburger Börde blicken jedoch skeptisch auf das Vorhaben.
00:03:08: Sie befürchten dass breite Arbeitsstreifen, tiefe Kabelgräben und der Einsatz von Flüssigboden die gewachsene Bodenstruktur dauerhaft beeinträchtigen.
00:03:18: Die unerwünschten Folgen könnten Bodenvermischungen, Verdichtungen und Ertragseinbußen sein – auch die Wärmeabgabe der Kabel sowie das damit verbundene Risiko für die Ackerfrüchte bereiten den Praktikern Sorgen.
00:03:30: Zudem fühlen sie sich vom Netzbetreiber am Prion bislang nicht ausreichend informiert und eingebunden, rund sechzig Landwirte haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.
00:03:40: Sie fordern mehr Transparenz verbindliche Auskünfte und eine ortsnahe Baubegleitung durch sachkundige Landwirten.
00:03:47: Bei den Entschädigungen pochen sie auf Zuschläge für besonders wertvolle Böden klare Haftungsregeln sowie eine Beweislastumkehr zugunsten der Eigentümer- und Bewirtschafter.
00:03:58: Auch der notwendige Naturschutz-Ausgleich sollte nach ihrer Ansicht möglichst auf bereits bewirtschafteten Flächen stattfinden und nicht weitere wertvolle Ackerflächen aus der Produktion nehmen.
00:04:09: An anderer Stelle gibt es nun endlich Klarheit auf dem Acker, ja der Landtag NRW hat eine Änderung des Landesnaturschutzgesetzes beschlossen.
00:04:17: jetzt gilt das Flächen die am ersten Januar zwetausend sechsundzwanzig Ackerland waren diesen Status behalten, auch wenn dort über einen längeren Zeitraum Ackergras oder andere Grünfutterpflanzen angebaut werden?
00:04:31: Ein Umbrechen der Ackergraßnarbe ist dafür nicht mehr nötig.
00:04:34: Für das EU-Förderrecht hatte der Bundesrat das bereits im Juli beschlossen.
00:04:39: mit der Aufnahme dieser Stichtagsregelung in das Landesnaturschutzgesetz wird nun sichergestellt dass die bundesrechtlichen Vorgaben auch im Fachrecht Nordrhein-Westfalens gelten.
00:04:51: Zum Abschluss noch ein steuerliches Thema.
00:04:53: Ab dem ersten Januar, twenty-seven und zwanzig endet die Übergangsregelung für Jagdgenossenschaften.
00:04:58: Grundsätzlich wird die Verpachtung des Jagdrechts dann Umsatzsteuern pflichtig.
00:05:03: Steuerberater Thomas Steinmann von der BSB Steuerberatungsgesellschaft erklärt aber ob Umsatzteuer anfällt hängt von der Höhe des Jahresumsatzes ab.
00:05:13: viele Jagd genossenschaft können die Kleinunternehmerregelungen nutzen.
00:05:17: Voraussetzung ist, dass der Gesamtumsatz im Vorjahr höchstens von ca.
00:05:20: rund umsichtundzwanzigtausend Euro betragen hat und im laufenden Kalenderjahr einhunderttausende Euro nicht überschreitet.
00:05:28: In diesem Fall darf die Jagdgenossenschaft keine Umsatzsteuer ausweisen, kann im Gegenzug aber auch keine Vorsteuer geltend machen.
00:05:35: Überschreitet der Umsatz im Vorjahr die Grenze von ca.
00:05:37: und zwanzigtausend Euro?
00:05:39: Greift die Umsatz-Steuervlicht ab dem ersten Januar des Folgejahres wird die Grenz von einhunderttausende Euro im laufenden Jahr überschritten beginnt die Steuerpflicht bereits mit dem Umsatz durch den die Grenzen überschriften wird.
00:05:51: Betroffen sind vor allem Jagdgenossenschaften und damit die Grundeigentümer als deren Mitglieder.
00:05:57: Sie sollten ihre Umsätze für zwei tausend siebenundzwanzig frühzeitig schätzen und bestehende Jagdpachtverträge prüfen.
00:06:04: Darin muss eindeutig geregelt sein, ob es sich um eine Netto- oder Bruttopacht handelt.
00:06:09: Fehlt ein Hinweis auf die Umsatzsteuer gilt ein fester Pachtbetrag grundsätzlich als Bruttopreis.
00:06:15: Steinmannsempfehlung?
00:06:17: Jagdgenossenschaften sollten jetzt ihre Umsatzgrenzen, Verträge und Abrechnungen kontrollieren.
00:06:22: Und die steuerlichen Pflichten mit dem Finanzamt klären.
00:06:25: Wer freiwillig auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet ist mindestens für fünf Jahre an die Regelbesteuerung gebunden kann dann aber unter anderem Vorsteuern aus betrieblichen Investitionen geltend machen.
00:06:38: Als letztes noch wichtige Infos.
00:06:40: kurz und knapp Hohe Auszeichnung für Petra Bendkamper, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.
00:06:47: FAO hat Petra Bentkamper.
00:06:49: Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes als deutsche FAO-Heldinnen in Agrar- und Ernährungssystemen geehrt.
00:06:57: Westfleisch erhöht Vorkosten.
00:06:58: West fleisch erhöhte Vorkosten ab dem ersten November um thirty-fünf Cent auf zwei Euro siebzig je Schwein.
00:07:05: bei Rind bleiben Sie stabil.
00:07:07: Rattengift aufbrauchen.
00:07:09: Privatleute dürfen seit dem twenty-fünfzehnten April, zwei tausend sechsundzwanzig kein Rattengift mit Blutgerinnungshemmend im Wirkstoff Anticoagulante Rodentizide kaufen.
00:07:20: Restbestände dürfen sie nur noch bis einschließlich zwanzigsten Oktober, zweitausend sechsundzwantzig verwenden.
00:07:26: Bier mit zwei PS.
00:07:28: Früher hatte die Familienbrauerei Barre bis zu vierzig Pferde Heute sind es noch zwei und mit denen liefert Sebastian Kemper einmal wöchentlich Bier mit der Kutsche aus.
00:07:38: Das war's für heute bei Landwirtschaft in NRW!
00:07:41: Herzlichen Dank fürs Zuhören.
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